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18.06.2013

11:25 Uhr

Stiftung Warentest warnt

Achtung - Schmu bei der Baufinanzierung!

Aufpassen bei der Baufinanzierung: Banken und Kreditvermittler schnüren gern überdimensionierte Finanzierungspakete zu Lasten der Bauherren. Die Stiftung Warentest rät dazu, immer gleich mehrere Angebote einzuholen.

Beim Kauf eines Hauses lauern viele Tücken. Die Finanzberater helfen nur bedingt. dpa

Beim Kauf eines Hauses lauern viele Tücken. Die Finanzberater helfen nur bedingt.

BerlinBanken und Kreditvermittler beraten Verbraucher bei der Finanzierung von Immobilien laut Stiftung Warentest häufig nur unzureichend und machen unpassende Finanzierungsangebote. In einem Vergleich unter 21 Anbietern von Baufinanzierungen hätten nur zwei mit der Note „gut“ abgeschnitten, berichtet die Stiftung in der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitschrift „Finanztest“. Zehn Angebote seien befriedigend gewesen, sechs ausreichend und drei sogar mangelhaft.

Die Mängel bei der Beratung und den Finanzierungsangeboten seien unterschiedlichster Art gewesen, berichtet „Finanztest“. So habe etwa jeder fünfte Anbieter Finanzierungsvorschläge gemacht, bei denen die monatlichen Raten und Kosten den Finanzrahmen der Testkunden um mehr als 150 Euro überschritten hätten. Auch sei die vorgeschlagene Kreditsumme häufig am Bedarf der Kunden vorbeigegangen. Dabei hätten die Berater in den meisten Fällen zu hohe Kredite empfohlen. Ein höheres Kreditvolumen bedeutet für Kunden am Ende eine höhere Zinssumme, die an den Finanzierungsanbieter zu zahlen ist.

Teils habe es zwischen den Anbietern „riesige Zinsunterschiede“ gegeben, berichtet „Finanztest“. Während einzelne Anbieter über vier Prozent verlangt hätten, habe bei anderen eine zwei vor dem Komma gestanden. Die Zinsunterschiede summierten sich unterm Strich demnach auf bis zu 30.000 Euro.

Kommentare (3)

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18.06.2013, 14:12 Uhr

Zitat:
"Auch auf das Wohneigentumsprogramm der staatlichen Förderbank KfW verwiesen die Berater nicht regelmäßig."

Daraus zieht Finanztest wie immer reflexartig den Schluss, die Beratung sei schlecht.

Dann sollte sich der aufmerksame Leser aber mal vor Augen führen, dass das KfW-Wohneigentumsprogramm seit Jahren nicht mehr attraktiv ist. So liegt der aktuelle Zins bei 10 Jahren Zinsbindung bei 2,75%. Das können die meisten Banken mit eigenen Mitteln besser. Hinzu kommt, dass Sondertilgungen unmöglich sind, die Bereitstellungszinsfreiheit nur 4 Monate beträgt, keine Tilgungssatzanpassungsoption angeboten wird und mehr als 10 Jahre Zinsbindung gar nicht angeboten werden.

Aus diesem Grund hat der ein oder andere Berater vielleicht diese Mittel nicht berücksichtigt...

Ob ich den Tag noch erlebe, wo sich die Stiftung Warentest auch nur ein einziges Mal selbstkritisch gibt...???

Auskenner

18.06.2013, 15:42 Uhr

Das habe ich mich auch schon öfter gefragt!
Aber solange man diesen (Fach!)-Leuten eine Plattform bietet irgendwo rumzumeckern und irgendwas schlecht zu reden werden sie im Sinne ihres ausgeprägten Geltungsbewusstsein dem Verbraucher den Kopf verdrehen.

Henry

18.06.2013, 16:35 Uhr

Man müßte sich einmal anschauen, woher die Stiftung ihre Gelder erhält. Wenn die Stiftung mit den Banken durch ist, wird es nur noch Groß- und Direktbanken in Deutschland geben. Alle anderen werden, wie die Tante Emma Läden im Einzelhandel, dann verschwunden sein. Fragt man sich schon, ob dies erstrebenswert ist.

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