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19.08.2011

10:57 Uhr

Streitfall des Tages

Im Visier der Datenjäger

VonNicole Wildberger

Unternehmen machen Jagd auf Kundendaten, hunderttausende Deutsche sind betroffen. Die Methoden der Datenjäger sind häufig kriminell. Was die Unternehmen über Verbraucher wissen wie sich Betroffene wehren können.

Der Schmu des Tages. Illustration: Tobias Wandres

In der Rubrik "Der Streitfall des Tages" analysiert Handelsblatt Online eine Gaunerei oder ein Ärgernis aus Bereichen des Wirtschaftslebens. Betroffene erhalten konkrete Unterstützung, können ihren Fall öffentlich machen und mit Gleichgesinnten diskutieren. Illustration: Tobias Wandres.

Der Fall


Nicolette Weinberger staunt nicht schlecht, als sie im kurz vor Weihnachten 2010 den Briefkasten öffnet und gleich zweimal Post an Nicolaus Weinberger findet. Diesen Namen hatte sie beim Eröffnung eines neuen Accounts des E-Mail-Anbieters Hotmail angegeben.

Ausdrücklich hat sie die Weitergabe ihrer Daten untersagt – geholfen hat es wenig. Denn beim Account-Anbieter Hotmail waren Anfang Oktober mehr als zehntausend europäische Konten des Dienstleisters offenbar gehackt uns ins Internet gestellt worden.

Bereits am 7. Oktober 2010 berichtete die britische BBC darüber, dass auch die Kunden von E-Mail-Dienstleistern wie Yahoo, AOL und Google vom Datendiebstahl betroffen sind: Circa 30.000 Datensätze seien unrechtmäßig veröffentlicht worden.

Bereits im Oktober 2009 soll ein junger Mann persönliche Daten von mehr als einer Million Nutzer des Online-Netzwerks Schüler VZ kopiert haben, um damit 80.000 Euro von den Betreibern zu erpressen. Er wird am 18. Oktober festgenommen und begeht in der Untersuchungshaft Selbstmord.

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