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25.08.2011

15:48 Uhr

Streitfall des Tages

Wann Eltern für Ihre Kinder haften

VonNicole Wildberger

Wenn der Nachwuchs Fußball spielt, drohen Glasbruch, Autobeulen und Knochenbrüche. Häufig müssen Eltern für den Schade aufkommen. Wann Erziehungsberechtigte haften und welche Versicherungen taugen.

Der Schmu des Tages. Illustration: Tobias Wandres

In der Rubrik "Der Streitfall des Tages" analysiert Handelsblatt Online eine Gaunerei oder ein Ärgernis aus Bereichen des Wirtschaftslebens. Betroffene erhalten konkrete Unterstützung, können ihren Fall öffentlich machen und mit Gleichgesinnten diskutieren. Illustration: Tobias Wandres.

Der Fall


Ein Klassiker in der Kind-Eltern-Beziehung, auch in Zeiten von Personal Computer, Internet und Videospielen. Klaus, Dieter und Mehmet spielen Samstagvormittags auf dem gemeinsam Hof einer alten Vierkantanlage Fußball, auf den Außenbereichen der Anlage parken auch die Autos der Nachbarschaft.

Nach einem klassischen Fallrückzieher von Klaus landet der Lederball in der Frontscheibe der Mercedes-S-Klasse von Nachbar Rainer Podowitz. Der hört nur Glas splittern, rennt in den Hof und sieht das Malheur an seinem nagelneuen Fahrzeug.

Er schnappt sich den fünfjährigen Klaus und marschiert mit dem Jungen gemeinsam zu den Eltern, wo er von dem Klaus Tor und dem Schadensfall an seinem Auto berichtet. Und natürlich Schadenersatz für den ihm entstandenen Schaden fordert.

Die Relevanz


Kinder wollen spielen, aktiv sein und nicht nur vor der Glotze sitzen – und bei jeder Aktivität kann einiges zu Bruch gehen. Eltern sollten sollten ihre Kinder bei ihren Aktivitäten beaufsichtigen und haften für ihre Kinder, das steht so auf jedem Baustellenschild – können aber auch nicht dauernd neben ihnen stehen.

Streitfall des Tages: Wann Kinder für ihre Eltern zahlen müssen

Streitfall des Tages

Wann Kinder für ihre Eltern zahlen müssen

In Deutschland haften Kinder für ihre Eltern. Auch wenn Familien tief zerstritten sind, sind Kinder zum Unterhalt verpflichtet. Wofür der Nachwuchs zahlen muss und welche Forderungen unrechtmäßig sind.

In diesem Zwiespalt stehen jeden Tag zigtausende deutscher Eltern mit ihren Kindern – und täglich gehen Wertgegenstände oder andere Dinge zu Bruch, die Dritten gehören. Die Haftpflichtversicherung deckt dabei grundsätzlich Sach- und Personenschäden ab, die ein Versicherter einem anderen zufügt.

Sie zahlt aber nur dann, wenn der Versicherte oder die Person, die über ihn mitversichert ist, für den Schaden auch verantwortlich ist. Sind Kinder die Verursacher von Schäden, dann haften Eltern für ihre Kinder – es sei denn, sie sind unter sieben Jahre alt.

Kommentare (1)

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25.08.2011, 18:04 Uhr

Eine Frontscheibe (aus Verbundglas) kann auch nur beim HB splittern. Dies ist konstruktionsbedingt unmöglich. Dies ginge nur bei Einscheibensicherheitsglas. Dieses wird aber nicht für Frontscheiben eingesetzt und kann kaum durch einen Fußball zerstört werden - schöne Räuberpistole.

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