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28.07.2011

18:37 Uhr

Streitfall des Tages

Warum Gas- und Strompreise bald kräftig steigen

VonDörte Jochims

Seit Jahresbeginn haben viele Stromversorger ihre Preise angehoben, zum Jahresende erwarten Experten weitere drastische Erhöhungen. Bis September werden 80 Gasanbieter mehr verlangen. Wie Energie bezahlbar bleibt.

Der Schmu des Tages. Illustration: Tobias Wandres

In der Rubrik "Der Streitfall des Tages" analysiert Handelsblatt Online eine Gaunerei oder ein Ärgernis aus Bereichen des Wirtschaftslebens. Betroffene erhalten konkrete Unterstützung, können ihren Fall öffentlich machen und mit Gleichgesinnten diskutieren. Illustration: Tobias Wandres.



Der Fall


Genug ist genug! Die Familie Schmitz aus Weimar zieht die Reißleine. Aus dem Urlaub zurückgekehrt, hörten sie, dass die Regierung nun doch von einer Strompreiserhöhung von fünf Cent auf Grund des geplanten Atomanstiegs ausgehen.

Dabei hatten die Stadtwerke Weimar den Tarif im Mai gerade um 6,1 Prozent erhöht. Unterm Strich verlangt der Anbieter in der Goethe-Stadt schon jetzt den derzeit höchsten Standardtarif für die Grundversorgung in den 200 größten Städten in Deutschland.

Eine vierköpfige Familie, die 4.000 Kilowattstunden im Jahr verbraucht, muss hier 1.159 Euro pro Jahr zahlen. Zum Vergleich: In Lingen an der Ems kostet dieselbe Leistung 905 Euro oder 28 Prozent weniger. Natürlich werden die Thüringer jetzt nicht umziehen. Aber anders als bei früheren Verteuerungen wollen sie sich die rekordverdächtigen Preise nicht länger bieten lassen und suchen einen günstigen Versorger.

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Sie können bei Tarifen ohne Vorkasse 370 Euro im Jahr sparen, ergibt eine Analyse bei dem Stromvergleichsportal Verivox. Erstaunt stellt die Familie fest, dass Ökostrom selbst mit Gütesiegel kaum teurer ist: Sie wollen sich ein Angebot sichern, dass die nächste absehbare Preiserhöhung zumindest für die nächsten zwölf Monaten ausschließt. Danach sollten sie allerdings erneut aktiv werden, wenn sie Strom weiterhin möglichst billig beziehen wollen.


Die Gegenseite


Auf die Frage, warum die Grundversorgung in Weimar so teuer sein muss, ging bisher keine Stellungnahme der Stadtwerke Weimar ein.

Kommentare (15)

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herbert1949

28.07.2011, 16:00 Uhr

Eventuell haben die Stadwerke verdiente Politiker zu versorgen; das treibt die Kosten für Versorgungsposten.

Kalle

28.07.2011, 18:59 Uhr

Unsere in Europa führenden Strompreise müssen ja steigen weil die günstigsten Stromerzeuger abgestellt werden. Der Bürger scheint das zu wollen, komischerweise nur in Deutschland. So geben wir nach und nach uns selbst auf.

redfox

28.07.2011, 19:36 Uhr

das war bewusst von einer anderen Nation eingefaedelt. So oder so wenn die Macht der sogenannten Regierung nicht faellt. Dazu gehoert Mut. Nach dem Krieg(verloren) was wurde alles den Kindern gelehrt? Die Deutschen sollten anfangen selbst zu denken und zu handeln.

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