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15.01.2013

12:00 Uhr

Streitfall des Tages

Wenn der Versicherer die Rente verweigert

VonUlrich Lohrer

Viele Versicherer mauern, wenn es um existentiell bedrohliche Risiken geht. Bei Berufsunfähigkeit werden dann oft junge Mütter zum Opfer. Wie Versicherer abweisen und Versicherte zu ihrem Recht kommen.

Der Schmu des Tages. Illustration: Tobias Wandres

In der Rubrik "Der Streitfall des Tages" analysiert Handelsblatt Online eine Gaunerei oder ein Ärgernis aus Bereichen des Wirtschaftslebens. Betroffene erhalten konkrete Unterstützung, können ihren Fall öffentlich machen und mit Gleichgesinnten diskutieren. Illustration: Tobias Wandres.

Der Fall
Claudia R. bei München schloss 1993 eine Kapitallebensversicherung mit einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung bei der Karlsruher Lebensversicherung ab. Nach der Geburt ihrer Kinder setzte sie ihre Berufstätigkeit kurz aus. 2003 nahm sie ihre Tätigkeit – allerdings wegen der Erziehung ihrer Kinder nur zu 40 Prozent ihrer vorherigen Arbeitszeit (38 Stunden) – wieder auf.

Ende 2010 erkrankte sie an einer schweren Psychose und musste zur Behandlung mehrere Monate in eine Klinik. Zwar besserte sich ihr Zustand aufgrund der Behandlung, doch attestierte der Arzt, dass sie „weit weniger als 50 Prozent“ ihrer ursprünglichen vollbeschäftigten Tätigkeit arbeiten könne.

Kommentare (10)

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ZUZ

15.01.2013, 12:11 Uhr

Der Gesetzgeber MUSS den Versicherungsvertrag von A-Z vorgeben. Dann können Kunden entscheiden für welche Versicherungsgesellschaft zu welchen Preisen abgeschlossen werden soll. Und im Versicherungsfall entscheidet eine neutrale Schiedskommission und nicht die Versicherungsgesellschaft. Ansonsten gehts weiter wie bisher >> kein Preisvergleich möglich, Intransparenz wohin man schaut, im Schadensfall muss erst für die versicherte Leistung prozessiert werden. >> An die Politik: diesen Sektor von A-Z regulieren und nicht von Maschmeyer und Co. kaufen lassen!

Account gelöscht!

15.01.2013, 12:22 Uhr

also in dem Fall ist es aber Klar: Es kann ja nicht sein, das jemand eine solche Versicherungabschliesst, es tritt der Krankheitsfall ein und danach wird gesagt: Ich möchte wieder Vollzeit arbeiten. Das man da unterstellt das ohne den Krankheitsfall wahrscheinlich gar kein Bedarf für Vollzeit bestanden hat, ist naheliegend.

Account gelöscht!

15.01.2013, 13:18 Uhr

Dummfug! 1. Gilt immer noch Vertragsfreiheit. 2. Werden die Versicherungen schon relativ streng in der Deckung reglementiert. 3. Was wollen Sie noch regeln? Wollen Sie einem Bäcker sein vorzuhaltendes Warensortiment auch reglementieren? 4. Planwirtschaft hat noch nie etwas gebracht. Vgl. die Beitragserhöhungen wegen Unisex-Tarifen. 5. Die Versicherungsbedingungen unterscheiden sich schon heute kaum. 6. Es gibt gesetzliche (Sozial)Versicherungen und auch frühere Monopolversicherungen (Gebäudebrand). Auch bei diesen Versicherungen gibt es Ablehnungen, Klagen, etc. Schreitet der Staat ein, werden Leistungen demontiert. Das sieht man schön an der früher von der Berufsunfähigkeitsversicherung in der gesetzlichen Rentenkasse. Was ist davon übrig geblieben? Eine lächerliche Erwerbsminderungsrente, die praktisch gesehen nur ein Vollinvalider erhält.

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