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18.07.2013

18:50 Uhr

Studie

Milliardenlasten durch Finanztransaktionssteuer

Durch die geplante Finanztransaktionssteuer müssen Privatanleger und Unternehmer in Deutschland mit Milliardenkosten rechnen. Die Steuer auf Banken- und Börsengeschäfte wird so zu einer schweren Last für die Anleger.

Das Ergebnis der Studie des Deutschen Aktieninstituts zeigt jährliche Kosten von mindestens fünf Milliarden Euro durch die Finanztransaktionssteuer auf. dpa

Das Ergebnis der Studie des Deutschen Aktieninstituts zeigt jährliche Kosten von mindestens fünf Milliarden Euro durch die Finanztransaktionssteuer auf.

FrankfurtPrivatanlegern und Unternehmen in Deutschland drohen einer Studie zufolge Milliardenkosten durch die geplante Finanztransaktionssteuer. Die Auswirkungen summierten sich auf jährlich 5,0 Milliarden bis 7,3 Milliarden Euro - so das Ergebnis der Studie, die das Deutsche Aktieninstitut (DAI) und die Managementberatung Oliver Wyman am Donnerstag in Frankfurt vorlegten.

Alleine Privatanleger müssten demnach jährlich 2,6 Milliarden bis 3,6 Milliarden Euro schultern, weil die Steuer unmittelbar fast alle Altersvorsorge-Produkte betreffe: Aktien, Anleihen, Investmentfonds, Lebensversicherungen. Ein durchschnittlicher Riester-Fondssparer müsste den Berechnungen zufolge auf gut zehn Prozent dieser staatlich geförderten Rente verzichten.

Die Steuer sei gut gemeint, aber schlecht umgesetzt, kritisierte DAI-Präsident und Bayer-Finanzvorstand Werner Baumann. „Die Finanztransaktionssteuer ist und bleibt ein politischer Irrweg. Privatanleger und Unternehmen werden sie letztlich tragen müssen.“

Mit der Steuer auf Banken- und Börsengeschäfte will die Politik Zocker und Spekulanten abschrecken. In Europa unterstützen elf Länder die Initiative, allen voran Deutschland und Frankreich. Angestrebt ist eine Einführung der Steuer zum 1. Januar 2014.

Von

dpa

Kommentare (14)

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Sigp

18.07.2013, 19:20 Uhr

Hört auf mit dem Gejammere, dass es die Privatanleger trifft. Uns trifft es kaum; 0,1% ist lächerlich im Verhältnis zu dem, was man beim Online-Banking sparen kann.
Getroffen werden die Zocker und das ist gut so. Die Gefahr, die von den hemmungslosen Zockern für uns als Privatanleger entsteht, ist unendlich größer für uns.
Macht Euch nicht zum Handlanger der Zocker!!!

Account gelöscht!

18.07.2013, 19:38 Uhr

Durch andauerndes Wiederholen werden falsche Aussagen immer noch nicht richtiger. Eine FTS ist schädlich - nicht nur, weil es am Ende hauptsächlich Kleinanleger tragen, sondern vor allem, weil durch eine solche Steuer Marktvolumina drastisch reduziert werden wodurch die Preise intransparenter werden und volatiler werden können.

Scharfrichter

18.07.2013, 19:54 Uhr

In der Tat. Getroffen werden von der Transaktionssteuer vor allem die Hochfrequenzhändler, die mittels Trendformeln rein maschinell oft mehrere Tausend Wertpapiertransaktionen pro Minute durchführen lassen, und dadurch zu einem gewichtigen Teil den Kursverlauf bestimmen. Die werden sich künftig mit Steuern zuschaufeln, und das ist eine gute Nachricht.

Es fehlt nur noch, dass künftig Gewinne aus Leerverkäufen mit 80 % besteuert werden. Dann können die normalen Wertpapierinvestoren endlich ruhig schlafen. Die einseitige Zockerei einiger wenigen aufgrund ihrer Marktmacht würde ein Ende finden.
Und das wäre zweimal gut.

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