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13.03.2014

10:56 Uhr

Tool der Woche

So erhalten Studenten staatliche Förderung

VonBenedikt Miketta

Miete, Lebenskosten und Gebühren: Studierende geraten finanziell oft in die Bredouille. Deshalb ist Bafög so wichtig. Ob sich die staatliche Hilfe auch für Sie lohnt, erfahren Sie mit unserem Bafög-Rechner.

Die Anträge auf BAföG nehmen stetig zu. dpa

Die Anträge auf BAföG nehmen stetig zu.

DüsseldorfLouis Stocker* ist 18 Jahre alt. Er hat kein Geld, aber ein Ziel: Er will Ingenieur werden. Das Studium in Aachen kann er sich nur leisten, weil er Unterstützung vom Staat erhält –  dank des Bundesausbildungsförderungsgesetzes, besser bekannt als Bafög. „Meine Eltern können mich finanziell nicht so unterstützen“, sagt Stocker. Der Vater bezieht Arbeitslosengeld, die Mutter ist in der Gastronomie tätig.

Für Studenten aus finanziell schwächeren Familien ist Bafög eine große Hilfe. Aber auch Kinder besserverdienender Eltern haben einen Anspruch auf staatliche Hilfe. Der Höchstsatz liegt bei 670 Euro im Monat. Mit unserem Bafög-Rechner können Sie ermitteln, wie viel Förderung Ihnen zusteht. Das „Tool der Woche“ kalkuliert für Sie die Förderbeträge, die Sie voraussichtlich aus der staatlichen Ausbildungsförderung erhalten können. Beantworten Sie lediglich die wichtigsten Fragen zur Hochschule, zum Einkommen der Eltern sowie zur familiären Situation.

Bundesweit wurde 2013 ein Viertel der rund 1,6 Millionen Studenten gefördert – eine Steigerung um knapp 7,7 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010. Allein in Nordrhein-Westfalen gingen im Sommer 2013 bei den Studentenwerken mehr als 130.000 Anträge auf Ausbildungsförderung ein – die Zahlen schießen weiter nach oben. 81 Prozent der Bafög-Empfänger sagen, dass sie ohne die Unterstützung nicht studieren können. „Für mich ist die staatliche Hilfe notwendig“, erklärt Stocker, der im Oktober aus dem westfälischen Ahlen in die Domstadt zog.

594 Euro Bafög erhält Stocker monatlich. „Ohne Bafög hätte ich Zuhause wohnen bleiben müssen und wäre wohl nach Dortmund oder Münster gependelt“, so Stocker, der nun aber an seiner Wunschuniversität studiere und gleichzeitig lerne, selbstständiger zu leben.

Wichtige Fragen zum Bafög

Welche Aufgaben hat das Bafög?

Eine gute Ausbildung ist die Basis für beruflichen Erfolg. Jede Ausbildung bringt aber auch finanzielle Belastungen mit sich. Eine qualifizierte Ausbildung soll nicht an fehlenden finanziellen Mitteln scheitern. Ziel des BAföG ist es daher, allen jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, unabhängig von ihrer sozialen und wirtschaftlichen Situation eine Ausbildung zu absolvieren, die ihren Fähigkeiten und Interessen entspricht.

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Wer hat Anspruch auf Bafög?

Persönliche Voraussetzungen für den Anspruch auf Ausbildungsförderung sind grundsätzlich die deutsche Staatsangehörigkeit oder ein in § 8 aufgeführter aufenthaltsrechtlicher Status, die allgemeine Eignung für die gewählte Ausbildung und das Nichtüberschreiten der Altersgrenze.

Welche Ausbildung ist förderungsfähig?

Bafög gibt es nicht nur für das Studium an Hochschulen, sondern auch für den Besuch anderer weiterführender Bildungsstätten.

Förderungsarten und Förderungshöhe

Vollzuschuss oder Darlehen, Förderhöhe und Elternfreibeträge sind wesentliche Fragen bei der Planung der Ausbildungsfinanzierung.

Wo und wie werden Leistungen nach dem Bafög beantragt?

Bafög-Leistungen gibt es auf Grundlage eines schriftlichen Antrags. Welche Fragen Sie dort beantworten müssen, sehen Sie in unserem Bafög-Rechner.

Vor allem für Studenten aus finanziell schwächeren Familien sei das Bafög eine echte Hilfe, befindet auch Helga Fels von der Arbeitsgemeinschaft der Studentenwerke in NRW: „Die Voraussetzung für solch eine hohe Summe ist, dass die Eltern sehr bedürftig sind oder Kinder haben – dann lohnt es sich.“ Bei der Berechnung des Bafög-Satzes ist ebenfalls wichtig, ob der Student privat oder gesetzlich krankenversichert ist, und ob er zuhause wohnt oder nicht. Auch die Anzahl der Geschwister und deren beruflichen Lebensläufe können entscheidend einwirken.

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