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21.10.2013

11:23 Uhr

TV-Moderator

Ex-Börsenguru Frick muss vor Gericht

„Make Money“ - den Titel seiner früheren TV-Show hat Moderator Markus Frick offenbar vorwiegend auf sich selbst bezogen. Zum zweiten Mal innerhalb von knapp drei Jahren muss sich der 41-Jährige vor Gericht verantworten.

Der Autor, Fernsehmoderator und Herausgeber von Börseninformationsdiensten, Markus Frick:  Er soll in einem Börsenbrief von April bis Mai 2012 drei Aktientitel empfohlen haben, um ihren Kurs gezielt in die Höhe zu treiben. dpa

Der Autor, Fernsehmoderator und Herausgeber von Börseninformationsdiensten, Markus Frick: Er soll in einem Börsenbrief von April bis Mai 2012 drei Aktientitel empfohlen haben, um ihren Kurs gezielt in die Höhe zu treiben.

Frankfurt„Der Mann, der Millionäre macht“ - so nannte sich Markus Frick in seiner Glanzzeit selbst. In Scharen folgten ihm risikofreudige Anleger. Doch nun steht der 41 Jahre alte Ex-Börsenguru ab Donnerstag (24. Oktober) in Frankfurt bereits zum zweiten Mal vor einem Strafgericht. Gemeinsam mit zwei mutmaßlichen Komplizen muss sich der einstige N24-Moderator, der bereits seit Januar in Untersuchungshaft sitzt, wegen des Verdachts der Kursmanipulation und des bandenmäßigen Betrugs verantworten. Dem Sinsheimer drohen als Höchststrafe zehn Jahre Haft.

Die Anklage der Frankfurter Staatsanwälte ist vergleichsweise klein: Rund 30 Geschädigte sollen den Ermittlungen zufolge zusammen rund 625 000 Euro verloren haben, weil sie Fricks Anlagetipps in einem E-Mail-Börsenbrief folgten. Gezielt soll der vermeintliche Experte wertlose Titel empfohlen haben, die seine Hintermänner dann zu weit überhöhten Preisen an die Anleger verkauften. Für seine Dienste habe Frick zwei Millionen Euro erhalten. Von seinen beiden Mitangeklagten im Alter von 43 und 45 Jahren gilt der ältere als Computerexperte den Staatsanwälten nur als Helfer. Beide sind im Gegensatz zu Frick von der Untersuchungshaft verschont.

So legen die Deutschen ihr Geld an

Top 7

Sicherheitsdenken dominiert sehr stark auch die Anlagestrategien männlicher Finanzanleger. 86 Prozent der befragten Männer können sich nicht vorstellen, bei Anlagen für eine höhere Rendite ein höheres Risiko in Kauf zu nehmen. Frauen sind aber offenbar noch sicherheitsorientierter: 96 Prozent von ihnen wollen bei der Geldanlage möglichst kein Risiko eingehen.

Top 6

Trotz des derzeit allgemein niedrigen Zinsniveaus können sich nur neun Prozent der Anleger vorstellen, bei künftigen Finanzanlagen mit einer höheren Risikobereitschaft gegebenenfalls eine höhere Rendite zu erzielen. Mit 91 Prozent legt die Mehrheit der deutschen Sparer einen großen Wert auf Sicherheit.

Top 5

Neben Festgeld und Tagesgeld würden die Verbraucher 2013 auch stärker in Immobilien, Gold und andere Edelmetalle investieren, wenn sie einen größeren Geldbetrag dafür zur Verfügung hätten. Den größten Zuwachs im Vergleich zu 2012 erleben Immobilien. 46 Prozent aller deutschen Anleger würden sich ein Haus oder eine Wohnung anschaffen. Auch die Krisenwährung Gold ist 2013 deutlich beliebter. Knapp 30 Prozent der deutschen Anleger würden sich größere Goldbestände zulegen.

Top 4

Während Frauen tendenziell stärker in Festgeld sowie Tagesgeld investiert sind, meiden sie Aktienanlagen noch in stärkerem Maße als Männer. Bei Fonds sind hingegen nur geringfügige, bei Immobilien, Gold und anderen Edelmetallen sogar überhaupt keine Unterschiede im Anlageverhalten von Männern und Frauen feststellbar.

Top 3

Im Jahr 2012 waren bei den deutschen Anlegern Festgeld und Tagesgeld die beliebtesten Anlageprodukte. Obwohl der Dax in diesem Jahr um rund 30 Prozent zulegte, rangieren börsennotierte Finanzprodukte erst deutlich danach. Gerade einmal jeder fünfte Deutsche investierte sein Geld in Aktien. Darauf folgten Immobilien mit knapp 17 Prozent. Das in der Krise besonders beliebte Anlageobjekt Gold lag mit gerade einmal neun Prozent ebenfalls auf den hinteren Plätzen.

Top 2

Trotz eines weiteren Euro-Krisenjahrs stieg der Dax 2012 auf ein neues Allzeithoch. Knapp die Hälfte (48 Prozent) der deutschen Anleger zeigte sich trotz der guten Kursentwicklung mit der Werteentwicklung ihrer Finanzanlage unzufrieden.

Top 1

Der Anteil der Deutschen, die 2012 einen nennenswerten Geldbetrag angelegt haben, steigt mit zunehmenden Alter erkennbar an. Mit knapp 65 Prozent stellen Deutsche ab 60 Jahren die größte Gruppe der Privatanleger.

„Wir haben nur das angeklagt, was wir beweisen können“, sagt Behördensprecherin Doris Möller-Scheu. Die Oberstaatsanwältin will sich daher auch nicht auf Spekulationen einlassen, wie hoch der Gesamtschaden aus dem aktuellen Fall mit Tipps zu drei verschiedenen Aktien sein könnte. In Medienberichten war von fünf Millionen Euro die Rede, im Vergleich zum ersten Prozess gegen Frick vor dem Landgericht Berlin sind das aber scheinbar kleine Fische.

Nach Ermittlungen der Bundesfinanzaufsicht waren rund 20 000 Kleinanleger den Tipps des TV-Börsenexperten gefolgt und hatten Aktien vermeintlich erfolgversprechender Energieunternehmen im Wert von 760 Millionen Euro erworben. Viele erlitten Verluste. Trotz der gigantischen Summen kam Frick im April 2011 wegen Börsenmanipulation mit einer Bewährungsstrafe von 21 Monaten und stattlichen Geldzahlungen an die Senatskasse davon: 420 000 Euro flossen aus seinem Privatvermögen, gleich 42 Millionen Euro kamen von einer Treuhandgesellschaft, an der Frick Anteile hielt. Betrug konnte ihm damals nicht nachgewiesen werden.

Kommentare (6)

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Basarseven

21.10.2013, 12:05 Uhr

Wie kann man denn ein Exguru sein:). Ein guru ist einer für immer. Scharlatane! Mehr nicht.

SelbstOptimiererFrick

21.10.2013, 13:18 Uhr

in der bewährung weitermachen und den gleichen straftatbestand liefern is mutig

ähbse,bounäh,linsäh raiäh,stoihfort sinsäh

so sind se halt die ganoven aus dem KraichgauerHügelland


der wirklich edle denkt an sich selbst zuerst ....

Account gelöscht!

21.10.2013, 13:47 Uhr

BÖRSENBETRÜGER
..............
börsen-betrug hat immer zwei gesichter..!!
..
kapitalanleger sollten nur die produkte kaufen,
die sie kennen bzw. deren risiken sie einschätzen
können..
..

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