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19.11.2013

15:51 Uhr

Umgang mit Kontodaten

Banken warnen vor Betrug bei SEPA-Umstellung

Deutschlands Banken warnen vor Betrug bei der Umstellung auf die neuen europäischen Kontonummern. Der Bundesverband deutscher Banken fürchtet: Internetbetrüger versuchen, Konto- und Zahlungsdaten abzugreifen.

Internetbetrüger bringen im Zuge der Vorbereitung auf den Einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum (SEPA) Phishing-E-Mails in Umlauf, um an die Kontodaten zu kommen. dpa

Internetbetrüger bringen im Zuge der Vorbereitung auf den Einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum (SEPA) Phishing-E-Mails in Umlauf, um an die Kontodaten zu kommen.

BerlinDeutschlands Banken haben vor Betrug bei der Umstellung auf die neuen europäischen Kontonummern gewarnt. Internetbetrüger brächten im Zuge der Vorbereitung auf den Einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum (SEPA) sogenannte Phishing-E-Mail in Umlauf, teilte der Bundesverband deutscher Banken (BdB) am Dienstag in Berlin mit. Mit diesen E-Mails versuchten die Betrüger, Konto- und Zahlungsdaten abzugreifen.

In den E-Mails werden die Kontoinhaber den Angaben zufolge aufgefordert, Kontodaten innerhalb einer Frist preiszugeben und für eine vermeintliche Überprüfung zu bestätigen. Kunden würden hierzu auf gefälschte Onlinebanking-Seiten gelockt. Dort sollten die Verbraucher auch ihre Geheimzahlen zur Anmeldung beim Onlinebanking preisgeben sowie Transaktionsnummern, mit denen Bankgeschäfte getätigt werden könnten. Teils versuchten Betrüger auch, über gefälschte Seiten Trojaner und Viren auf Computer zu übertragen, um diese auszuspähen.

Der Bankenverband riet zu besonderer Vorsicht im Umgang mit Kontodaten: Die Institute würden ihre Kunden in E-Mails niemals auffordern, Daten offenzulegen, erklärte der BdB. Wenn Kunden dubiose Mails öffnen, sollten sie im Zweifel niemals den angezeigten Links folgen oder angefügte Dateianhänge öffnen. Banken informierten ihre Kunden über SEPA und die neuen Kontonummern (IBAN) mit den Kontoauszügen oder per Post.

Ab dem 1. Februar wird der Zahlungsverkehr auch in Deutschland verpflichtend auf einen neuen europäischen Standard umgestellt. Dadurch ändern sich die Bankverbindungsdaten von Verbrauchern.

Die bisherigen Kontonummern und Bankleitzahlen werden abgeschafft und durch neue internationale Kontonummern ersetzt, die sogenannten IBAN (englisch: International Bank Account Numbers). Diese bestehen aus 22 Stellen.

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Für deutsche Bankkunden beginnt die IBAN mit DE, es folgen zwei neue Ziffern - dann die altbekannte Bankleitzahl und Kontonummer. Häufig sind die IBAN schon jetzt auf Kontoauszügen vermerkt. In einer Übergangszeit bis Februar 2016 können Verbraucher für inländische Überweisungen auch noch die bisherigen Verbindungsdaten nutzen, sofern ihre Bank dies zulässt.

Der Einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum besteht aus 33 Staaten. Dazu gehören die 28 EU-Staaten sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz und Monaco, die ebenfalls zum Europäischen Wirtschaftsraum gehören. In dem Zahlungsverkehrsraum gelten einheitliche Verfahren für den bargeldlosen Zahlungsverkehr, also für Überweisungen und Lastschriften.

Von

afp

Kommentare (2)

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Numismatiker

19.11.2013, 17:41 Uhr

Immer wieder das gleiche Theater. Es sollte sich herumgesprochen haben, daß man solche Daten nicht so einfach per Email preisgibt.

smithie653307034@arcor.de

20.11.2013, 07:45 Uhr

Vor allem denken die Leute immernoch total naiv, dass solche Mails DIREKT von der Bank kommen, wobei man anhand der Absender-Adresse schon sieht, dass es ne Betrugsmasche ist !!

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