Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.01.2007

14:06 Uhr

Unterhalt

Keine höheren Ansprüche der Ex-Frau bei später Karriere

Eine Frau kann Jahrzehnte nach der Scheidung finanziell nicht mehr von einem Karrieresprung ihres Ex-Ehemannes profitieren: Das rheinland-pflälzische Oberlandesgericht hat entschieden, dass 21 Jahre nach der Trennung nicht mehr von einem Karriereschritt ausgegangen werden könne, der sich schon während der Partnerschaft abgezeichnet habe.

HB ZWEIBRÜCKEN. In der Urteilsbegründung heißt es, das mit der Beförderung verbundene höhere Gehalt habe die ehelichen Lebensverhältnisse nicht geprägt und sei damit ohne Einfluss auf die Höhe des nachehelichen Unterhalts.

Das Gericht hob damit eine Amtsgerichtsentscheidung auf, der zufolge die Frau nach einer Beförderung ihres Ex-Mannes 21 Jahre nach der Trennung höhere Zahlungen fordern durfte. Das OLG sah für die erhöhten Unterhaltsforderungen jedoch keine rechtliche Grundlage. Nach geltendem Recht solle eine Ehefrau nach einer Scheidung zwar noch von den Entwicklungen profitieren, die bereits das Eheleben geprägt hätten. Dazu könnten durchaus zu erwartende Beförderungen zählen. Sie müssten sich allerdings schon während der Ehe abgezeichnet haben. Nach 21 Jahren könne davon keine Rede mehr sein.

(Az.: 2 UF 249/05)

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×