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23.01.2008

14:35 Uhr

Urteil

Pflicht zur Buchführung

Gewerbetreibende, die in einem Wirtschaftsjahr einen Gewinn von mehr als 30 000 Euro erzielen, sind verpflichtet, ihren Gewinn nach einer entsprechenden Aufforderung durch das Finanzamt durch Buchführung zu ermitteln und Bilanzen, die so genannte Buchführungsgrenze, zu erstellen.

Das Finanzgericht Berlin-Brandenburg hatte zu entscheiden, ob eine sogenannte Ansparabschreibung nach § 7g EStG für die Buchführungsgrenze unbeachtlich ist. Eine Ansparabschreibung ist eine Investitionsrücklage, die der Steuerpflichtige unter bestimmten Voraussetzungen für die künftige Anschaffung oder Herstellung eines Wirtschaftsgutes bilden kann. Der Kläger, ein Gastwirt, hatte eine solche Ansparabschreibung in Höhe von 17 400 Euro für die Anschaffung eines Kraftfahrzeuges, einer Gefrierzelle und eines Imbisswagens gebildet und danach einen Gewinn von rund 22 000 Euro errechnet. Der gegen diese Mitteilung des Finanzamtes gerichteten Klage des Gastwirtes gab das Finanzgericht Berlin-Brandenburg statt. Die Richter waren der Auffassung, dass die Ansparabschreibung, die bilanziell eine zu passivierende Rücklage darstelle, mit erhöhten Absetzungen oder Sonderabschreibungen, also der bilanziellen Verminderung des Wertes bestimmter Wirtschaftsgüter, nicht zu vergleichen sei (Az.: 7 K 7124/07).

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