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24.11.2015

13:34 Uhr

Verbraucherschutz

EU verdonnert Versicherer zu mehr Transparenz

Eine neue EU Richtlinie verschärft den Verbraucherschutz bei Versicherungen. Sie sollen einheitliche Standards schaffen und für bessere Ausbildung der Vermittler sorgen. Doch es gibt auch Ausnahmen.

Die neue EU-Richtlinie verschärft die Mindeststandards für Versicherungen. Das gilt etwa für Versicherungsprodukte, die gemeinsam mit einer Reise gekauft werden oder auch für Lebensversicherungen. dpa

Mehr Offenheit

Die neue EU-Richtlinie verschärft die Mindeststandards für Versicherungen. Das gilt etwa für Versicherungsprodukte, die gemeinsam mit einer Reise gekauft werden oder auch für Lebensversicherungen.

StraßburgFür den Verkauf und die Vermittlung von Versicherungen soll es in der Europäischen Union künftig strengere Vorschriften geben. Eine entsprechende Richtlinie hat das Europaparlament verabschiedet.

Die neue Richtlinie ergänzt und verschärft Vorschriften aus dem Jahre 2002. Verbraucher sollen ausführlich über alle Kosten, Gebühren sowie Risiken von Versicherungsprodukten informiert werden. Einheitliche Standards sollen zudem sicherstellen, dass Verkäufer und Vermittler die notwendige Ausbildung und Fachkompetenz haben. Dies ist die Voraussetzung, damit sie sich vorschriftsmäßig registrieren lassen können. Dazu werden auch regelmäßige Fortbildungskurse vorgeschrieben.

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Auf Druck des Europaparlaments wurde in der Zweiten Versicherungs-Vermittlerrichtlinie (IDD II – Insurance Distribution Directive) eine Produkterkennung verankert: Werden Versicherungsprodukte im Paket zusammen mit einer Ware oder einer Dienstleistung angeboten – etwa eine Kfz-Versicherung beim Kauf eines Neuwagens oder eine Reiserücktrittsversicherung bei Buchung eines Flugs – steht es dem Verbraucher frei, nur das Hauptprodukt oder die Hauptdienstleistung zu kaufen.

Vorgesehen ist ferner ein Standard-Informationsblatt für alle Versicherungsprodukte, das Verbrauchern in der Europäischen Union die gleichen Informationen gewährleistet. Die Vorgaben dazu sollen von der Europäischen Aufsichtsbehörde für Versicherungen (Eiopa) in Frankfurt am Main erarbeitet werden. Dies soll nicht zuletzt Hindernisse für grenzüberschreitende Versicherungsangebote beseitigen helfen und damit einen funktionierenden Binnenmarkt für Versicherungen ermöglichen.

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