Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.05.2011

11:51 Uhr

Verfassungsgericht

Ehemalige T-Online-Aktionäre scheitern mit Klage

Die 2009 festgelegte Wertermittlung der T-Online-Aktien sei angemessen - so entschied nun das Bundesverfassungsgericht, nachdem die Aktionäre des Internet-Anbieters den Betrag bemängelten, und Klage einreichten.

Elf ehemalige T-Online-Aktionäre zogen wegen der Aktien-Bewertung vor das Verfassungsgericht. Quelle: ap

Elf ehemalige T-Online-Aktionäre zogen wegen der Aktien-Bewertung vor das Verfassungsgericht.

KarlsruheEhemalige Aktionäre des Internetproviders T-Online sind vor dem Bundesverfassungsgericht mit einer Klage gegen den gerichtlich festgelegten Wert ihrer Aktien nach der Verschmelzung mit der Muttergesellschaft Deutsche Telekom gescheitert. Die Gerichte hätten bei der Wertermittlung der Aktien keine Fehler gemacht, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Beschluss des Gerichts. Das Landgericht Frankfurt hatte 2009 bestimmt, dass die Aktionäre des Internet-Anbieters 1,15 Euro pro Aktie zusätzlich zum festgelegten Umtauschkurs erhalten sollen. Dagegen waren elf Aktionäre vor das Verfassungsgericht gezogen, da sie die Zuzahlung nicht angemessen fanden.(AZ.: 1 BVR 2658/10)

Bei der Verschmelzung des Internetportals mit seiner Muttergesellschaft 2005 wurde festgelegt, dass die Aktionäre für 25 T-Online-Aktien 13 Aktien der Deutschen Telekom erhalten sollten. Auf die Klage mehrerer Aktionäre hin bestimmte das Landgericht eine bare Zuzahlung pro Aktie, das Oberlandesgericht Frankfurt bestätigte dies später. Dabei legten die Gerichte den durchschnittlichen Börsenkurs der Unternehmen in den letzten drei Monaten vor Bekanntgabe der Verschmelzung zugrunde. Die Aktionäre wollten jedoch den höheren Ertragswert der Aktie zugrunde gelegt haben, da T-Online 2004 erstmals nach dem Börsengang Gewinne erwirtschaftet hatte. Sie sahen sich in ihrem Eigentumsgrundrecht verletzt.

Diese Art der Wertermittlung sei verfassungsrechtlich jedoch nicht zu beanstanden, entschieden die Verfassungsrichter nun. Die Gerichte hätten damit einen angemessene Zuzahlung ermittelt.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Norbert

24.05.2011, 17:15 Uhr

Nie wieder werde ich deutsche Privatisierungsaktien erwerben .Hier macht man nur Verluste und wird betrogen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×