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22.08.2013

15:42 Uhr

Verkehrsrecht

Wann Autofahrer zu sehr drängeln

Wer seinem Vordermann auf der Autobahn zu lange zu dicht auffährt, riskiert ein Bußgeld wegen Drängelns. Mit der Entscheidung eines Gerichts werden die Begriffe „lange“ und „dicht“ nun in Zahlenform gegossen.

Wer seinem Vordermann auf der Autobahn für drei Sekunden zu dicht auffährt, riskiert ein Bußgeld. picture-alliance

Wer seinem Vordermann auf der Autobahn für drei Sekunden zu dicht auffährt, riskiert ein Bußgeld.

HammDas Oberlandesgericht Hamm hat jetzt festgelegt, wann Drängeln auf der Autobahn ein Bußgeld kostet. Autofahrer, die mehr als drei Sekunden einen zu geringen Abstand zum vorausfahrenden Wagen haben, müssen demnach zahlen. Eine entsprechende Entscheidung hat das Gericht am Donnerstag veröffentlicht. Es bestätigte damit eine in erster Instanz getroffene Entscheidung.

Im konkreten Fall war ein 57 Jahre alter Autofahrer zu einer Geldbuße von 180 Euro verurteilt worden, weil er auf der Autobahn bei Tempo 131 über eine Strecke von 123 Metern lediglich einen Abstand von 26 Metern zum Vorausfahrenden Fahrzeug einhielt (Az: 1 RBs 78/13).

Ein Verstoß gegen die Abstandsregelung kann dem Gericht zufolge mit einem Bußgeld geahndet werden, wenn der Verstoß „nicht nur ganz vorübergehend“ ist. Situationen, die nur kurzzeitig zu einem zu geringen Abstand führen, wie etwa das plötzliche Abbremsen oder ein Spurwechsel eines vorausfahrenden Wagens, sind demzufolge keine schuldhafte Pflichtverletzung.

Die Frage, wann eine Unterschreitung des Abstands nicht nur vorübergehend ist, sei in erster Linie nach ihrer zeitlichen Dauer zu beantworten, entschied das Gericht. Bei einer Unterschreitung von mehr als drei Sekunden liege kein kurzfristiges Versagen mehr vor. Von einem Fahrer sei zu verlangen, dass er innerhalb von drei Sekunden handele, um den Sicherheitsabstand wieder zu vergrößern.

Für schnell fahrende Fahrzeuge wurde die 140-Meter-Regelung festgelegt. Denn wer 140 Meter in weniger als drei Sekunden zurücklege, überschreite die Richtgeschwindigkeit auf Autobahnen von 130 Kilometer pro Stunde deutlich. Deswegen müsse er den geforderten Mindestabstand auch schnell wiederherstellen.

Von

dpa

Kommentare (12)

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audi

22.08.2013, 16:04 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Walter_Kessler

22.08.2013, 16:29 Uhr

Ignoranter Stupidiatiker. Achten Sie mal auf Audifahrer, wie die sich verhalten. Stelle ich jeden Morgen und Abend fest. In 60iger Zonen mit 100 km/h und mehr durchrauschen. Sie sind so was von typisch..... Und dann noch zu feige, einen Klarnamen zu nennen....
Walter Kessler.

Vielfahrer

22.08.2013, 16:40 Uhr

Sicherheitsabstand ist eine wichtige Sache- allerdings wird auf Autobahnen, nicht nur in D, generell meist zu dicht aufgefahren. Andererseits ist vermehrt feststellbar, dass ein korrekter Sicherheitsabstand konsequent nur schwer einzuhalten ist, weil zu viele Fahrer dies als willkommene Lücke zum Überholen sehen und einem vor die Front kommen - und dies oft auch ohne Blinkzeichen zu geben. Insofern ist eine solch starre Auslegung nicht hilfreich, denn dann würde ich ja nur noch auf der Bremse stehen müssen, und das auf der Überholspur....

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