Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.12.2011

13:11 Uhr

Verluste in der Krise

IKB muss Anlegern Schadenersatz zahlen

Nach einem Urteil des Bundesgerichtshof hat die IKB in der Finanzkrise 2007 die Risiken ihrer Investments verharmlost. Sollten Anleger aufgrund dieser Information eingestiegen sein, muss die Bank zahlen.

Vorstandsmitglieder vor dem Logo der Bank. dapd

Vorstandsmitglieder vor dem Logo der Bank.

KarlsruheDie Düsseldorfer Mittelstandsbank IKB muss ihre Aktionäre für deren Verluste in der Finanzkrise nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) grundsätzlich entschädigen. Die Bank habe ihre Engagements in US-Subprime-Papieren in einer Ad-hoc-Mitteilung kurz vor ihrem Beinahe-Zusammenbruch im Juli 2007 relativiert, obwohl sie deren Bedeutung für den Finanzmarkt durchaus erkannt hatte, begründete der Vorsitzende Richter Ulrich Wiechers am Dienstag in Karlsruhe das Urteil.

Der Anleger, der die IKB verklagt hatte, muss aber noch beweisen, dass er die Papiere ausdrücklich wegen der positiven Signale in der Mitteilung gekauft hatte. Der Elfte Zivilsenat verwies die Sache daher zur erneuten Verhandlung an das Oberlandesgericht zurück (Az.: XI ZR 51/10). Die IKB war im Juli 2007 das erste deutsche Opfer der Krise geworden.

Der Anleger hatte nach eigenen Angaben kurz nach den verharmlosenden Aussagen des damaligen Vorstandssprechers Stefan Ortseifen über die Lage der Bank IKB-Papiere für nahezu 24.000 Euro gekauft - und seinen Einsatz fast vollständig verloren.

Ortseifen hatte versichert, dass die Bank kaum von faulen Hypothekenpapieren in den USA betroffen sei. Tatsächlich stand sie damals schon am Rande des Ruins und musste wenige Tage später vor allem von ihrem Großaktionär, der staatlichen Förderbank KfW, massiv gestützt werden. Ortseifen war wegen der irreführenden Angaben in der Ad-hoc-Mitteilung wegen Börsenkurs-Manipulation bereits rechtskräftig zu einer Bewährungs- und Geldstrafe verurteilt worden.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

artisan

14.12.2011, 12:47 Uhr

Interessant. Ob ich auch etwas Geld zurückbekommen würde...? Ich habe in 2006 gekauft aber erst in August verkauft (bei 17 EUR immerhin)... na ja immerhin ist der Typ verurteilt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×