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25.02.2004

08:42 Uhr

Recht + Steuern

Versicherte wollen kein Steuerprivileg

Der Bund der Versicherten (BdV) ist für eine Streichung des Steuerprivilegs der Kapitallebensversicherung. "Mit den bestehenden Steuervorteilen hilft man vor allem den Versicherungsunternehmen und nicht den Kunden, da ein echter Wettbewerb zwischen den unterschiedlichen Kapitalanlageformen verhindert wird", teilte gestern die Verbraucherschutzorganisation für Versicherte mit.

cd DÜSSELDORF. Der BdV kritisiert seit Jahren das Produkt kapitalbildende Lebensversicherung und rät Verbrauchern in andere Anlageformen zu investieren. Kritisiert werden unter anderem die hohen Abschlusskosten für Lebensversicherungen, die Verschleierung der wahren Rendite oder die nicht ausgewiesenen Verwaltungskosten.

Die Verbraucherschützer reagieren mit ihrem Vorstoß auf den Stimmungswechsel der Bundesregierung. Denn die bereits vom Kabinett geplante Abschaffung der Steuerfreiheit für Erträge aus Lebensversicherungen steht wieder auf der Kippe. Dafür hatte der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) seit Monaten gekämpft, der damit bereits zum zweiten Mal nach 1999 die Politiker ausbremsen könnte. Sollte sich die Versicherungslobby durchsetzen, dann können die Kunden unter bestimmten Voraussetzungen - wie mindestens zwölfjährige Laufzeit - weiter die Erträge aus Lebensversicherungen steuerfrei kassieren. Die kapitalbildende Lebensversicherung gilt als eine der beliebtesten Vorsorgeformen in Deutschland.

Die Verbraucherschützer plädieren dagegen für eine steuerliche Gleichbehandlung aller Formen der Altersvorsorge. Aus Sicht der Verbraucher wäre ein staatlich gefördertes Altersvorsorgekonto bei Wahlfreiheit der Anlageform wünschenswert.

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