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31.07.2017

12:21 Uhr

Reich werden

37 Tipps für mehr Geld

VonMark Fehr
Quelle:WirtschaftsWoche Online

Von Amerika lernen, heißt siegen lernen: Zumindest beim Geld macht den Amerikanern keiner was vor. Investieren kann Spaß machen. Das zeigen 37 humorvolle Finanztipps aus Amerika, die auch hierzulande funktionieren.

Nicht nur mit Geiz gelangt man zu mehr Geld. picture alliance/dpa

Geldregen über Frankfurt

Nicht nur mit Geiz gelangt man zu mehr Geld.

Wer schon immer auf der Suche nach den ultimativen Finanztipps war, sollte den Blick über den Atlantik wagen. Dort hat das Internetportal MarketWatch 51 Finanztipps für Privatleute veröffentlicht. Ja, exakt 51.

Weil die Amerikaner in der Lage sind, mit wenig Worten so viel zu sagen, haben wir die Tipps für deutsche Sparer interpretiert. Wir sind eben nicht nur Denker, sondern auch Dichter. Dabei haben wir uns auf 37 Tipps beschränkt, weil finanzmathematisch erwiesen ist, dass das genau reicht. Ein anderer Grund war, dass das US-Steuersystem noch komplizierter ist als unseres und daher einige der importierten Tipps hierzulande nicht funktionieren.

Wer alle 51, Verzeihung: 37 Tipps beherzigt, kann es finanziell zu etwas bringen. Manche der Verhaltensregeln sind ganz einfach umzusetzen. Sie sagen Ihnen nämlich nicht, was Sie tun, sondern was Sie lassen sollen. Doch auch das ist oft leichter gesagt, als getan. Diätgeplagte Menschen wissen, wovon die Rede ist.

Übrigens: Nicht für alle der US-Finanztipps wird hier Gewähr gegeben. Sollte es nicht klappen mit dem Reichtum, hatten Sie aber zumindest das Vergnügen, den rauen amerikanischen Humor kennengelernt zu haben. Denn die Amis haben uns unter anderem eines voraus: Sie sind weniger verkniffen. Auch beim Geld. So kann Sparen fast schon cool werden. Aber lesen Sie selbst:

1. Don’t buy cash-value life insurance.
Lebensversicherung, nein Danke!
Kapitalunterlegte Lebensversicherungen sind auch in Deutschland ein Auslaufmodell. Das haben mittlerweile fast alle mitbekommen. Check. Nächster Tipp.

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2. Don’t trust brokers when their lips are moving.
Anlageberater lügen, sobald sie den Mund aufmachen.
Das ist an dieser Stelle keine Tatsachenbehauptung, sondern die sinngemäße Übersetzung der US-Finanzweisheit Nr. 2. Soviel muss gesagt werden, sonst könnte es presserechtlich Ärger geben. Was tut man gegen windige Ratgeber? Honorarberater engagieren (kostet) oder Provisionen für Finanzberater gesetzlich verbieten, wie es einige Länder schon vormachen. Sprechen Sie mit Ihrem Bundestagsabgeordneten. Es ist Wahlkampf!

3. Don’t keep a heap of money in your checking account.
Bargeld lacht (Dich aus).
Ein Haufen Geld auf dem Konto verleiht ein sicheres Gefühl. Aber sicher ist nur die Tatsache, dass man mit überdimensionierten Sparguthaben Geld verliert, vor allem angesichts der Minizinsen. Also umschichten und Vermögen auf mehrere Säulen verteilen: Aktien, Immobilien, Gold – oder vielleicht mal ein neues Sofa?

4. Don’t envy hedge fund investors.
Finger weg von Hedgefonds – und keinen Neid, bitte!
Mühsam nährt sich das Eichhörnchen. Turborenditen von Risikofonds lesen sich gut in der Finanzpresse. Aber die kurzfristigen Gewinne fließen zu einem großen Teil in Boni für die charismatischen Manager, die sich gern als Finanzgurus feiern lassen. Unterm Strich bleibt vom Geldzauber für die Investoren meist gar nicht so viel übrig, die braucht man also nicht zu beneiden. Gut, dass die Mindesteinstiegspreise bei Hedgefonds für viele ohnehin zu hoch sind.

Kommentare (1)

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Frau Annette Bollmohr

31.07.2017, 17:54 Uhr

Alles tatsächlich sehr nützliche Tipps, da ebenso schlüssig wie nachvollziehbar. Könnte man zwar mit etwas Nachdenken eigentlich auch von alleine drauf kommen, aber egal, schaden kann es bestimmt nix, wenn einen ab und zu mal jemand dran erinnert.

Zum Schlusssatz unter Punkt 26 („Und in manchen Ländern gelten Kinder sogar als Altersvorsorge“):

Das stimmt zwar, trifft aber leider in aller Regel auf die Angehörigen ebenjener benachteiligter Bevölkerungsschichten zu, die dies (möglichst viele Kinder als eine Art Altersvorsorge ansehen) fatalerweise gerade deshalb tun, weil sie in der Gegenwart oft schlicht keinerlei Kapital und Einkommen haben, mit dem sie auf andere, nachhaltige(re) Art und Weise für ihr Alter vorsorgen könnten.

Weil sie jetzt schon „von der Hand in den Mund“ leben müssen.

Ein echter Teufelskreis, der ganz dringend gestoppt werden muss.

Insofern weist dieser scheinbar harmlose Nebensatz auf eine wahrlich veritable Zeitbombe hin.

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