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05.02.2012

16:27 Uhr

Rezession

EZB-Schattenrat fordert Zinssenkung

VonNorbert Häring

ExklusivRenommierte europäische Volkswirte drängen die Europäische Zentralbank, ihren Leitzins von derzeit einem Prozent weiter zu senken. Die Ökonomen befürchten, dass sich die Rezession im Euroraum sonst verschärfen könnte.

Das Eurosymbol vor der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main. dpa

Das Eurosymbol vor der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main.

FrankfurtBei ihrer letzten Sitzung hat das Expertengremium der Europäischen Zentralbank (EZB) über eine Zinssenkung abgestimmt, wie das Handelsblatt (Montagausgabe) berichtet. Demnach stimmten von den 15 Mitgliedern des EZB-Schattenrats elf für eine Zinssenkung, davon sechs für einen großen Schritt von einem halben Prozentpunkt, fünf für einen viertel Punkt.

Die Ökonomen diagnostizieren eine Rezession im Euroraum und befürchten, dass eine zunehmende Kreditverknappung für die private Wirtschaft diese noch verschärfen könnte. „Eine Zinssenkung ist nötig, um den Bremseffekt der öffentlichen Sparanstrengungen in den Krisenländern auszugleichen“, argumentierte Andrew Bosomworth, Senior Fondsmanager bei Pimco in München im Sinne der im Gremium vorherrschenden Meinung.

Kommentare (13)

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Account gelöscht!

05.02.2012, 17:20 Uhr

Das Schlimmste was man in Europa anrichten könnte, wäre eine Deflation oder sogar eine Stagflation. bester Weg dahin ist die Zinsen noch weiter zu senken, damit jeder, der noch nicht hat, sich auch am Freibier für alle erfreuen kann. Die preise werden danach für Immobilien, Aktien & Co durch die Decke gehen, im produktiven Bereich wird trotzdem nichts investiert werden. Dann wäre das System endgültig gegen die Wand gefahren. Aber zuzutrauen ist es den Südentscheiderländern in der EU.

Account gelöscht!

05.02.2012, 17:57 Uhr

Der Wahnsinn kennt keine Grenze. Die Zinssenkung in der USA noch das billige Geld hat in der USA und zuvor auch nicht in Japan geholfen die Krise zu überwinden. Stattdessen wird gelogen wie das Zeug nur hält. In der USA ist jeder der über ein Jahr arbeitslos ist, nicht in der Arbeitslosenstatistik,... das heißt weit über 20%Arbeitslosigkeit. In der BRD bekommen doppelt so viele Menschen Arbeitslosenhilfe wie in der Arbeitslosenstatistik aufgeführt. Mit der Inflationsrate sieht es völlig gleich aus, wir liegen bei über 10%. Laut Lehrbuch ist Inflation, Geldmehrung minus Wirtschaftswachstum, das macht auch Sinn. Das Gelddrucken führt immer zur Inflation. Sparen kann man nicht wenn man alle übrigen Länder rettet, sondern diese Länder werden weiterhin Geld verschwenden, und die BRD wird dabei noch schneller Pleite gehen. Wenn man nicht in diesen Rettungsfonds investiert sondern im eigenen Land, würde es der BRD viel besser gehen. In der BRD leben 60% der Kinder unter dem sozialen Minimum, Millionen Menschen sind obdachlos, die 1EURO Jobs sind menschenunwürdig….Und nun wird die Rente immer mehr gekürzt und die Inflation frisst die Vermögen der zukünftigen und jetzigen Rentner auf. Wir brauchen höhere Zinsen und mehr Sparen und investieren in der BRD. Weg mit dem EURO.

cori

05.02.2012, 18:36 Uhr

Die preise für Immobilien, Aktien werden nicht durch die decke gehen weil die wirtschaft den bach runter gehen wird - ab 4% "offizieller" inflation is nix mehr mit aktien...

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