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27.04.2011

17:17 Uhr

1,47-Dollar-Marke geknackt

Euro legt vor Fed-Entscheidung zu

Der Euro-Kurs ist auf dem höchsten Stand seit 16 Monaten. Schuld ist die laxe Geldpolitik der USA, die sich auch in naher Zukunft nicht ändern wird, glauben Analysten. Sie sehen die 1,50-Dollar-Marke schon wackeln.

Der Dollar verliert gegenüber dem Euro immer weiter an Wert. Quelle: ap

Der Dollar verliert gegenüber dem Euro immer weiter an Wert.

FrankfurtKaum Zinsen über einen langen Zeitraum – mit dieser Aussicht hat der Dollar derzeit schlechte Karten bei Deviseninvestoren. Für den Euro steht es da besser, er schaffte es am Mittwoch erstmals seit Dezember 2009 wieder über die Marke von 1,47 Dollar. Damit hat die Gemeinschaftswährung seit der Zinswende der EZB Anfang April fast vier US-Cent zugelegt. Analysten sehen die 1,50 Dollar in Reichweite.

„Zusätzlich zu dem Fakt, dass Zinserhöhungserwartungen für die USA schwinden, hat der Markt auch die US-Schuldenprobleme zunehmend im Blick“, sagte Währungsstratege Koichi Yoshikawa von BNP Paribas. Immerhin sei davon auszugehen, dass Washington im kommenden Monat die Schuldengrenze überschreiten wird. „Es wird allmählich hart, Dollar-Käufe zu rechtfertigen - nicht nur aus einer geldpolitischen sondern auch aus einer finanzpolitischen Perspektive“, so Yoshikawa. Zum Schweizer Franken fiel der Greenback auf ein Rekordtief bei 0,8666 Franken, zum britischen Pfund nahezu auf ein 17-Monats-Tief, zum australischen Dollar auf den niedrigsten Stand seit 29 Jahren.

Als eine der wenigen Ausnahmen geriet der japanische Yen zum Dollar unter Druck. Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hat den Ausblick für die Kreditwürdigkeit Japans auf „negativ“ gesenkt und diesen Schritt mit den hohen Kosten begründet, die auf das Land zukommen, um die Schäden aus Erdbeben, Tsunami und Atomkatastrophe zu beseitigen. Der Dollar verteuerte sich um gut ein Prozent auf 82,45 Yen.

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