Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.08.2014

15:40 Uhr

1,8 Millionen pro Karat

Farbige Diamanten erzielen Rekordpreise

Sie sind selten und zugleich extrem populär: Für farbige Diamanten werden Höchstpreise gezahlt. Zuletzt sorgten pinke und blaue Steine für Aufsehen. Noch mehr solcher Edelsteine wurden jetzt in Australien entdeckt.

Egal ob pink oder blau: Farbige Diamanten erzielen Höchstpreise. dpa

Egal ob pink oder blau: Farbige Diamanten erzielen Höchstpreise.

New YorkIn der New Yorker Zentrale von Cora International ist Suzette Gomes sprachlos angesichts von seltener Schönheit. „Man kann dieses Blau nicht beschreiben”, erklärt die Chefin des Diamantenschleifers gegenüber Bloomberg News. „Man wird magisch davon angezogen.”

„Dieses Blau” bezieht sich auf den Diamanten Blue Moon. Cora hatte im Februar 25,6 Millionen Dollar (19 Millionen Euro) für den ungeschliffenen 29,6-Karater gezahlt. Farbige Diamanten sind die teuersten Steine der Welt. Ein oranger 14,82-Karat-Diamant wechselte im November in Genf bei Christie's International für 36 Millionen Dollar den Besitzer. Mit einem Preis von 2,4 Millionen Dollar (knapp 1,8 Millionen Euro) je Karat wurde dabei ein neuer Weltrekord aufgestellt. Im selben Monat verkaufte Sotheby's zudem den Pink Dream, ein 59,6-Karat-Stein, für 83 Millionen Dollar.

Besonders in den vergangenen zehn Jahren haben farbige Diamanten an Popularität gewonnen, sagt Alan Bronstein, Vize- Präsident der New Yorker Natural Color Diamond Association. Er kauft, verkauft und analysiert die Steine seit 35 Jahren. Für diese Art der Diamanten gibt es keinen Preisindex - unter anderem deshalb, weil sie so selten sind.

Der Blue Moon ist vor mindestens einer Milliarde Jahre entstanden, erklärt Jeffrey Post, Kurator der National Gem and Mineral Collection an der Smithsonian Institution in Washington. Blaue Diamanten wurden wohl etwa 161 Kilometer unter der Erdoberfläche geformt. Die blaue Farbgebung ergibt sich aus Rückständen von Bor. Post untersuchte bislang etwa 25 bis 30 blaue Diamanten - darunter auch den berühmten 45,52-Karater namens Hope Diamond.

So legen Vermögende ihr Geld an

Ab wann ist man „vermögend“?

Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln gehört man bereits mit einem Nettovermögen von rund 261.000 Euro zum reichsten Zehntel der erwachsenen Bevölkerung. Das bedeutet, dass 6,7 Millionen Menschen in Deutschland vermögend sind. Durchschnittlich kommen sie auf ein Nettovermögen von 639.000 Euro je Erwachsener.

Wie viel Vermögen hat der deutsche Durchschnittsbürger?

Das durchschnittliche Nettovermögen beträgt 115.000 Euro.

Wie viele Millionäre gibt es in Deutschland?

Über ein Nettovermögen von mindestens 1 Million Euro verfügt nur ein Prozent der Erwachsenen, das sind rund 670.000 Menschen.

Wie wird man reich?

Ein Blick auf die Altersstruktur der Vermögenden zeigt: Reichsein ist häufig das Ergebnis eines Lebenswerkes. Fast drei Viertel des reichsten Bevölkerungszehntels sind mindestens 50 Jahre alt, rund 40 Prozent sogar bereits in Rente. Und: Neben dem Alter ist vor allem der berufliche Status wichtig. Im vermögensstärksten Zehntel sind gut 21 Prozent Selbstständige – dreimal so viel wie in der gesamten Bevölkerung.

Wie legen Vermögende ihr Geld an?

Durchschnittlich hat ein Vermögender in Deutschland 41.000 Euro auf dem Sparkonto, 16.000 Euro Fondsanteile sowie 11.500 Euro in Anleihen und 12.000 Euro in Aktien. Außerdem sind 199.000 Euro im Eigenheim angelegt und 202.000 Euro in sonstigen, beispielsweise vermieteten Immobilien.

Wie legt der Durchschnittsdeutsche sein Geld an?

Der durchschnittliche Erwachsene hat 12.000 Euro auf dem Sparkonto, 3.000 Euro Fondsanteile, 1.500 Euro Anleihen und 2.000 Euro Aktien sowie 54.000 Euro im Eigenheim und 27.000 in sonstigen, beispielsweise vermieteten Immobilien angelegt.

Petra Diamonds hatte den Blue Moon im Januar in der Cullinan-Mine in Südafrika entdeckt. Die Firma fand darüber hinaus einen blauen 26,6-Karater, aus dem ein intern makelloser und polierter 7-Karater hervorging. Er wurde im Jahr 2009 für 9,49 Millionen Dollar verkauft.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×