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27.03.2014

11:45 Uhr

Abkommen

Yuan steht kurz vor Einzug in Frankfurt

ExklusivEin Handelszentrum für die chinesische Währung Yuan in Frankfurt – dafür kämpft die Bundesregierung. Eine entsprechende Vereinbarung zwischen der Deutschen Bundesbank und Chinas Zentralbank steht jetzt kurz bevor.

Bald werden auch in Frankfurt die Yuan-Scheine über den Tisch gehen. Ein Handelszentrum ist in Planung. AFP

Bald werden auch in Frankfurt die Yuan-Scheine über den Tisch gehen. Ein Handelszentrum ist in Planung.

Frankfurt, Berlin, PekingDie Deutsche Bundesbank und Chinas Zentralbank könnten schon am Freitag, während des Besuches des von Chinas Staatspräsident Xi Jinping, zumindest eine Absichtserklärung für ein Handelszentrum der chinesischen Währung Yuan unterzeichnen, erfuhr die digitale Tageszeitung Handelsblatt Live (Donnerstagausgabe) aus Verhandlungskreisen.

Frankfurt wäre das erste solche Handelszentrum in der Euro-Zone. Der Yuan ist bisher nicht frei handelbar. Tausch und Kursfestsetzung übernimmt die chinesische Zentralbank. Um dabei Nachteile bei Finanzierungsmöglichkeiten vorzubeugen, hat China Auslands-Handelsplätze für seine Währung eingeführt – etwa in Hongkong und Singapur.

Nötig wäre für Frankfurt im ersten Schritt eine Clearingstelle, deren Rolle wahrscheinlich eine chinesische Großbank übernimmt. Über sie würden andere Geldhäuser und Unternehmen ihre Yuan-Geschäfte abwickeln. „Die bisherigen Gespräche stimmen mich sehr optimistisch, dass Frankfurt den Zuschlag für eine Clearing Bank bekommt. Das wäre zugleich der Startpunkt für die Errichtung eines Yuan-Zentrums“, sagte Bundesbank-Vorstand Joachim Nagel Handelsblatt-Live. Frankfurt habe „sehr gute Chancen“, den Zuschlag zu erhalten, hieß es in Regierungskreisen. Noch bis zuletzt liefen die Vorbereitungen für eine schriftliche Kooperationsvereinbarung.

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