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18.11.2011

15:00 Uhr

Abwärtssog

Gold kann von Euro-Krise nicht profitieren

Der Abwärtssog an den Rohstoffmärkten macht auch vor Gold nicht Halt: Das Edelmetall verbilligte sich in den vergangenen fünf Tagen um mehr als drei Prozent je Feinunze. Investoren treten die Flucht ins Bargeld an.

Trotz Krise ist der Goldpreis gesunken. dpa

Trotz Krise ist der Goldpreis gesunken.

FrankfurtDer Goldpreis steuert auf den größten Wochenverlust seit fast zwei Monaten zu. Das Edelmetall konnte sich dem Abwärtssog an den Rohstoffmärkten nicht entziehen und verbilligte sich an den vergangenen fünf Tagen um mehr als drei Prozent auf 1733 Dollar je Feinunze.

Eigentlich müsste Gold wegen seines Rufs als sicherer Hafen im Zuge der Euro-Krise von der Nervosität der Anleger profitieren, sagte ein Händler. Statt dessen hatten die Investoren in den vergangenen Tagen jedoch lieber die Flucht ins Bare angetreten.

Die physische Goldnachfrage ist nach Einschätzung der Commerzbank allerdings weiterhin robust. Der weltgrößte Gold-ETF, SPDR Gold Trust, verzeichnete in den vergangenen zwei Handelstagen Zuflüsse von 21 Tonnen. Offensichtlich werde das niedrigere Preisniveau von langfristigen Investoren als Kaufgelegenheit erachtet, hieß es in dem Kommentar der Commerzbank-Analysten.

Immer größer wird laut Experten derweil die Gefahr, dass die Nachfrage nach Öl und Kupfer sinkt, sollte Europa aufgrund der Schuldenkrise in eine Rezession geraten. Am Freitag verteuerten sich Brent und WTI zwar um mehr als ein Prozent auf 109,59 beziehungsweise 99,03 Dollar je Fass. Der Kupferpreis legte um 0,9 Prozent auf 7610 Dollar je Tonne zu. Doch das dürfte nicht von Dauer sein, sagte ein Händler. „Die Angst bleibt, ob die noch auf einige Staaten in Europa begrenzte Krise zu einer globale Vertrauenskrise umschwenken wird“, sagte Robin Bhar, Analyst bei der Credit Agricole.

Von

rtr

Kommentare (7)

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karstenberwanger

18.11.2011, 15:23 Uhr

Hier ist nach wie vor vom gedrückten PApierpreis die Rede...falls dieser sich abkoppelt weil plötzlich nämlich sogar der Dümmste merkt dass das gold das gehandelt wird nicht vorhanden ist, macht es BOOM und Gold ist jenseits weit oben.

Weiter sollte man sich mal überlegen was manche "Investoren" genau machen. Sie haben NICHT Gold verkauft sondern ihr Papiergold und so mancher der selben kauft dann plötzlich physisches Gold davon....die wissen auch ganz genau wieso. Da kann jetzt jeder wieder dementieren und seinen auswendig gelernten Finanzblödsinn vortragen aber die Zukunft wird es zeigen und so mancher dieser Finanzquatscher wird dann mit seinem Papier dumm da stehen.

Übrigens JA, Gold kann man nicht essen, Papier aber auch nicht wirklich und ich habe lieber nachher mein Vermögen in echtem Wert in der Hand, statt mit einem wertlosen oder fast wertlosen Stück Papier dazustehen welches niemand mehr haben möchte oder hat hier jemand Interesse an 10000 DDR Mark? ich verkauf sie euch ;) *lach*

Selberdenker

18.11.2011, 16:30 Uhr

Sobald Griechenland aus der EU draussen ist steigt der Euro gegen den Dollar, weil der Euro dann kurzfristig wieder als die solidere Währung gilt. Dann wird Gold deutlich billiger - in dem Moment, oder kurz vorher, wäre meiner Vermutung nach für Goldbesitzer in der EU der beste Zeitpunkt zum verkaufen. Vielleicht bahnt sich ja was an.

kleinfeld

18.11.2011, 17:47 Uhr

So ein Quatsch! Griechenland ist nicht das Problem sondern nur ein Problem. Italien ist das Problem. Das bekommt die EU nicht gestemmt. Der Goldpreis wird weiter steigen. Was sind 3 Prozent Verlust? Wieviel Prozent Verlust hat den der Dax diese Woche gehabt?

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