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10.07.2012

19:06 Uhr

Abwärtstrend

Euro steuert weiter auf Zwei-Jahres-Tief

Das Treffen der EU-Finanzminister hat kaum für Bewegung am Devisenmarkt gesorgt. Der Euro hat sich am Dienstag indes weiter in Reichweite seines Zwei-Jahres-Tiefs bewegt. Der „Aussie“ schaffte es auf ein Rekordhoch.

Der Euro verliert weiter. dpa

Der Euro verliert weiter.

Frankfurt/MainDer Euro hat am Dienstag gegenüber den meisten der größeren Währungen nachgegeben. So schwächte sich die Gemeinschaftswährung gegenüber dem Yen ab, fiel zum US- Dollar auf den tiefsten Stand seit Mitte 2010, erreichte zum Britischen Pfund ein Dreieinhalbjahrestief und verzeichnete gegenüber dem Australischen Dollar sogar den niedrigsten Stand seit Beginn der Datenreihe von Bloomberg.

Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,2240 Dollar um 0,6 Prozent niedriger gehandelt als am Vortag. Im vorläufigen Tageshoch wurden 1,2334 Dollar erreicht. Das bisherige Tagestief bei 1,2235 Dollar je Euro ist zugleich der niedrigste Stand seit dem 29. Juni 2010.

Unter Druck geriet der Euro nach der Aussage von Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn, Spanien müsse zur Erreichung seiner Haushaltsziele bald schon neue Maßnahmen ergreifen. Die Eurogruppe hatte dem Land ein Jahr mehr Zeit zum Abbau des Budgetdefizits eingeräumt und den spanischen Banken Soforthilfen zugesichert. Zudem fiel die Industrieproduktion in Frankreich deutlicher als erwartet, was Sorgen um die Konjunkturentwicklung verstärkte.

Der Yen legte 0,5 Prozent zum Euro zu auf 97,43 Yen und gewann zum Dollar mit 79,48 Yen 0,1 Prozent. Handelsdaten aus China zeigten ein nachlassendes Import- und Exportwachstum, was die Angst vor einer globalen Rezession wieder ins Bewusstsein der Anleger zurückrief. Vor diesem Hintergrund war die japanische Landeswährung als sicherer Anlagehafen gesucht.

Der so genannte “Aussie” stieg im Tagesverlauf zwischenzeitlich auf 1,1988 Australische Dollar je Euro und verzeichnete damit ein Rekordhoch. Zuletzt notierte der “Aussie” um 0,4 Prozent höher bei 1,2016 Australische Dollar.

Die Schwedische Krone kletterte nach Konjunkturdaten zum Euro auf den höchsten Stand seit Dezember 2000. Die Industrieproduktion des Landes zog im Mai um 3,5 Prozent an und übertraf damit die Erwartungen der Ökonomen deutlich. Die Krone stieg danach zwischenzeitlich auf 8,5424, den höchsten Stand seit Dezember 2000. Zuletzt notierte die schwedische Landeswährung mit 8,555 Kronen zum Euro um 0,8 Prozent höher.

Der Schweizer Franken war zum Euro bei 1,2009 Franken nahezu konstant. Gegenüber dem Dollar fiel der Franken um 0,5 Prozent auf 98,00 Rappen.

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