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13.05.2012

10:57 Uhr

Alternativen zu Öl und Gas

Erneuerbare Energien schonen den Geldbeutel

VonChristian Schnell

Wer ein Haus baut, steht vor der schwierigen Frage, wie er es mit Strom und Wärme versorgen soll. Biogas oder Holzpellets sind im Trend - auch dank üppiger staatlicher Förderungen. Doch seit April fallen die Sätze.

Biogas-Anlage am Stadtrand des mecklenburgischen Ortes Neubukow. dpa

Biogas-Anlage am Stadtrand des mecklenburgischen Ortes Neubukow.

FrankfurtDer Trend wird offensichtlich, wenn man die Städte und Ballungsräume verlässt und aufs Land fährt. Grüne kreisrunde Kuppeln signalisieren Biogasanlagen, an den Autobahnen wachsen riesige Solarfelder, kaum ein Scheunendach gibt es mehr ohne Photovoltaik-Anlage. Und in den Kellern der Neubausiedlungen sorgen Holzpellets- und Hackschnitzelheizungen für Wärme und Warmwasser. Andere nutzen Erdwärme und bauen Niedrigenergiehäuser.

Keine Frage: In Deutschland hat sich viel getan in den vergangenen zehn Jahren, was den Umgang mit erneuerbaren Energien anbelangt. Staatliche Förderungen wie das sogenannte 100.000-Dächer-Programm für Sonnenstrom oder günstige Zinsprogramme wie „Energieeffizient sanieren“ der staatseigenen KfW-Bankengruppe haben ihren Teil dazu beigetragen.

Es sind aber auch die Deutschen selbst, die mit ihrem Bewusstsein für umweltschonende Energieformen diesen Wandel beschleunigt haben. Das Eigenheim mit sogenannten „Nawaros“ (nachwachsende Rohstoffe“) zu heizen statt mit Öl und Gas oder den Strom aus Wasser-, Wind- oder Sonnenkraft statt aus Atomkraft zu beziehen, ist längst nicht mehr das Privileg einiger grüner Spinner, sondern gehört zum Mainstream. Die Energiewende, die in der Politik und bei den großen Versorgern erst nach der Katastrophe von Fukushima eingesetzt hat, hat in den Köpfen der Bevölkerung schon viel früher stattgefunden. Das hat das Bundesumweltministerium gerade erst bestätigt. 20 Prozent des Stromverbrauchs kamen im Jahr 2011 aus regenerativen Energien. Im Jahr davor waren es erst 17 Prozent.

Kerngedanken dahinter sind zum einen, dass viele Konsumenten weg von Öl und Gas wollen, das zumeist aus politisch unsicheren Regionen kommt. Zudem gibt es um die Rohstoffe immer wieder Kriege und Auseinandersetzungen. Wichtig ist aber auch der Gedanke der Energieversorgung vor Ort und der Klimaneutralität. Holzpellets und Hackschnitzel setzen nur so viel Kohlendioxid frei, wie Bäume früher aufgenommen haben.

Selbstredend haben die bislang üppigen staatlichen Förderungen einen gehörigen Teil zum Boom beigetragen. Bei Photovoltaik-Anlagen – hier wird Sonnenenergie zu Strom – gab es neben zinsgünstigen Krediten von der KfW und der festen Einspeisevergütung auch die Variante, dass der Eigenverbrauch von selbst erzeugtem Strom gefördert wird. Wer eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach hatte, durfte sich „Energiewirt“ nennen und konnte bis zu 20 Jahre mit festen Vergütungen rechnen.

Kommentare (3)

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VERGIFTEN

13.05.2012, 12:27 Uhr

@bundestag: VERGIFTEN mit ADHS-Medizin?

Weil ich bis zu deren Experimenten 2002 fehlerfrei schrieb …
und charakteristisch für ADHS ist das BUCHSTABENVERWECHSELN.

Dazu könnte ein Experiment missglücktes - mit den G. Kindern und deren Medizin geführt haben - an welchem ihc UNFREIWILLIG teilnahm - siehe Scientology Kontakte - wie war im Jahre 2000 die Adresse vom Pharmakonzern "Eli-Lilly" in Deutschland?

Hermann.12

13.05.2012, 12:50 Uhr

Der Artikel beschreibt recht oberflächlich die Energieentwicklung der privaten Haushalte.
Das klingt zwar alles recht gut, aber die Vernunft der Verbraucher basiert auf der Subventionspolitik des Staates.
Wenn durch Subventionen und geringe Besteuerung alternative Energieversorgung für den Einzelnen wirtschaftlich lukrativ wird, hat das schlicht gar nichts mit ökologischem Bewusstsein zu tun, sondern mit individueller ökonomischer Vernunft.
Ob diese Änderungen allerdings auf Dauer halten, lässt sich erst beantworten, wenn die Steuereinnahmen aus den alten Energien deutlich rückläufig sich entwickeln und damit alternative Energien nicht nur ohne Subventionen teurer, sondern noch zusätzlich mit den dann nötigen Steuern belegt werden um die Löcher aus den Energiesteuern zu stopfen.
Sollten die Gestehungskosten der alternativen Energien in ihrer Entwicklung nicht die Erwartungen erfüllen, könnte es stattdessen passieren, das wir am Ende noch viel abhängiger von Öl, Kohle und Gas werden, als dies heute der Fall.
Deshalb wäre es viel sinnvoller kritisch zu begleiten, wie erfolgreich die Entwicklung hin zur Wirtschaflichkeit der alternativen Energien verläuft, statt ein ökologisches Bewusstsein zu feiern, das eher ein ökonomisches ist, das durch Subventionen begründet wird.

H.

RE-li-GION

13.05.2012, 13:27 Uhr

Dank ÖKOs wird die beheizte Wohnung für den Normalverdiener unerschwinglich ...

... was machen eigentlich unsere "New Model Army" Bauhelmeinsätze beim Identifizieren der Opfer ETHNISCHER Säuberungen der HUT-TUSSIE-RebellINNen da in Nordafrika - Bill Clintons Humanitäre Kriegsmission - sie wissen schon einen Hubschrauber liefern der nicht von einer der Bürgerkriegsparteien sofort gekapert und für den Luftkireg umfunktioniert wird?

Und wie weit sind wir beim "rassereinen" Trennen der serbischen/bosnischen und kosovarischen/Moselms was die Verteilung auf die RE-li-GION angeht?

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