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30.01.2007

09:41 Uhr

Anglo American bekundet Interesse

Kupfer-Lager in Brandenburg wieder entdeckt

An der brandenburgisch-sächsischen Landesgrenze sind nach Ansicht von Experten für Europa einmalige Kupfervorkommen wieder entdeckt worden. „Die Ergebnisse unserer Analyse sind sensationell“, sagte Jürgen Kopp vom brandenburgischen Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe.

dj/dpa/rp COTTBUS. Rund 1,5 Mill. Tonnen Kupfer sollen auf einer 14 mal drei Kilometer großen Fläche zwischen Spremberg, Weißwasser und Graustein in 1 500 Metern Tiefe lagern. Zudem soll die Lagerstätte 2 500 bis 3 000 Tonnen Silber sowie erhebliche Mengen an Blei und Zink enthalten.

Der weltweit tätige Bergwerkkonzern Anglo American hat über seine Tochtergesellschaft Tarmac bereits Interesse an einer Förderung angemeldet. „Die zu Tarmac gehörende Lausitzer Grauwacke GmbH hat einen Konzessionsantrag bei uns gestellt“, sagt Klaus Freytag, Leiter des Landesamts für Bergbau und Geologie, dem „Tagesspiegel“. „Wir gehen davon aus, dass der Antrag nach Anhörung von Land, Landkreis und den beteiligten Kommunen Anfang März positiv beschieden wird. Dann darf die Firma genauere Untersuchungen zu den Vorkommen durchführen.“ An einen Abbau des Kupfers wäre aber wegen der Genehmigungsverfahren und großer Investitionen frühestens in 15 bis 20 Jahren zu denken. Die Vorkommen waren bereits zwischen 1970 und 1980 entdeckt worden. Aus diesen Jahren stammen auch die Bohrungen.

Der damals verantwortliche Geologe warnt allerdings vor zu großer Euphorie für die wiederentdeckten Rohstoffvorkommen. „Das sind schwierige Lagerstätten“, sagte Rolf Richter, heute Geschäftsführer der Freiberger Firma G.E.O.S. „Unter anderem sind drei verschiedene Erztypen entdeckt worden, die drei verschiedene Abbaumethoden erforderten“, sagte Richter. Dies könnte sich heute nur für einen großen internationalen Konzern rechnen.

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