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23.12.2013

11:22 Uhr

Anlage

Gold verliert an Glanz und an Bedeutung

Gold war bei Anlegern lange Zeit heiß begehrt. Das Edelmetall gilt als Inflationsschutz in Krisenzeiten. Doch 2013 endete die beispiellose Erfolgsgeschichte. Auch die Prognosen sind negativ.

Mitentscheidend für die Talfahrt beim Gold sind aber auch negative Prognosen einflussreicher Experten, allen voran die Einschätzung der weltweit führenden Investmentbank Goldman Sachs. dpa

Mitentscheidend für die Talfahrt beim Gold sind aber auch negative Prognosen einflussreicher Experten, allen voran die Einschätzung der weltweit führenden Investmentbank Goldman Sachs.

FrankfurtGold hat mächtig an Glanz verloren: Erstmals seit Beginn des Jahrtausends wird der Goldpreis ein Jahr mit Verlusten abschließen. In den vergangenen zwölf Monaten verlor das Edelmetall etwa 27 Prozent an Wert. Finanzstarke Anleger, die ihr Vermögen gegen Inflation absichern wollten, haben dem Goldmarkt mittlerweile den Rücken gekehrt. Für viele Experten ist klar: 2014 wird der Goldpreis weiter fallen.

Der Hauptgrund für die pessimistische Prognosen: Trotz der lockeren Geldpolitik führender Notenbanken gibt es derzeit keine Anzeichen für eine starke Inflation. Die US-Notenbank läutete wegen der kräftigen Konjunktur zuletzt sogar den Ausstieg aus der Billiggeldflut ein. Fachleute sind sich einig, dass die Teuerung für längere Zeit niedrig bleiben wird. David Kohl, Chefvolkswirt Deutschland der Schweizer Privatbank Julius Bär, bringt es auf den Punkt: „Inflation ist derzeit kein Thema.“

„In Gold investierte Anleger können angesichts der aktuellen Lage verzweifeln“, so Rohstoffexperte Frank Schallenberger von der Landesbank Baden-Württemberg. Konjunkturdaten, die auch nur entfernt auf eine Verringerung der Geldflut durch die US-Notenbank hindeuteten, hätten zuletzt immer wieder zu Preisrückgängen beim Gold geführt. Umgekehrt machten sich Nachrichten, die für eine Fortsetzung der Geldschwemme sprechen, kaum beim Preis bemerkbar. Einen Grund hierfür sieht Schallenberger bei großen institutionelle Investoren, die wegen des Abwärtstrends beim Goldpreis kein Interesse an dem Edelmetall haben. „Die Malaise der Anleger dürfte deshalb weitergehen“, sagt Schallenberger mit Blick auf das Jahr 2014.

Kommentare (20)

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Account gelöscht!

23.12.2013, 09:48 Uhr

...netter zentral emittierter dpa Artikel, Leute ohne Gehirn sollten dem folgen.

-... allen voran die Einschätzung der weltweit führenden Investmentbank Goldman Sachs. Demnach soll der Goldpreis bis Ende 2014 auf 1050 Dollar je Feinunze (etwa 31,1 Gramm) zurückfallen.
- Auch Starinvestoren kehrten in den vergangenen zwölf Monaten dem Goldmarkt den Rücken. Verkäufe der Milliardäre George Soros und John Paulson sorgten für Schlagzeilen und trugen mit zur Talfahrt des Goldpreises bei. Ein Grund für den Rückzug vermögender Anleger ist die Tatsache, dass die Zinsen für vergleichsweise sichere Staatsanleihen seit dem Sommer wieder steigen.

Ok, Starinvestoren haben natürlich immer Recht. Sie haben halt den exklusiven Vorteil, über die Medien die Leute zu beenflussen. Und da die Masse sowieso von nichts eine Ahnung hat, fällt halt der Goldpreis. Ob er physische Markt dem zukünftig folgt, da habe ich meine starken Zweifel.

LostAndFound

23.12.2013, 10:30 Uhr

Also, ich sehe keine Malaise. Ich sehe nur, dass der Goldpreis in astronomische Höhen gestiegen war. Es war doch klar, dass ein Goldkurs von 1.800 USD nur rein spekulativ war.

Bei Gold gelten zwei Regeln:

1. Fallende Zinsen lassen den Goldkurs (kurzfristig) steigen.
2. Steigende Geldmengen lassen den Goldkurs (langfristig) nicht mehr fallen.

Alles andere ist Spekulation und daran beteiligen sich Goldanleger nicht.

Martin

23.12.2013, 10:34 Uhr

Und wo liegt das Problem? Die Telekomaktie hat 90% seit 2001 verloren. Wollen Sie die Anleger zur Schur beim DAX mehr als 9000 in die Aktien treiben? Das funktioniert nur beim Jungvolk, die 2001 noch nicht geschoren worden sind. Für mich bleibt zur Vermögenwahrung Gold.

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