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02.09.2014

15:43 Uhr

Anleger bevorzugen Aktien

Goldpreis sinkt erneut

Die Feinunze Gold kostet derzeit so wenig wie zuletzt im Juni dieses Jahres. Grund sind steigende Kurse am Aktienmarkt. Die Risikofreude der Anleger ist offenbar wieder gestiegen, Aktien sind derzeit beliebter als Gold.

Der Goldpreis ist derzeit so gering wie zuletzt im Juni dieses Jahres. dpa

Der Goldpreis ist derzeit so gering wie zuletzt im Juni dieses Jahres.

FrankfurtDie wieder zunehmende Risikofreude der Anleger hat am Dienstag den Goldpreis belastet. Die Feinunze verbilligte sich um bis zu 1,7 Prozent auf 1260,10 Dollar und kostete damit so wenig wie zuletzt im Juni dieses Jahres.

„Offenbar trauen sich die Anleger wieder an die Aktienmärkte“, sagte ein Händler mit Blick auf den Anstieg der Kurse in Europa. Gold sei daher weniger gefragt. Dazu kämen markttechnische Gründe. Das Unterschreiten wichtiger charttechnischer Marken habe zu Anschlussverkäufen geführt, erklärten die Analysten der Commerzbank.

Die wichtigsten Fakten zu Gold

Goldnachfrage

Die gesamte Goldnachfrage im ersten Quartal 2015 betrug 1079,3 Tonnen. Damit ist die Nachfrage nur um knapp 11 Tonnen im Vergleich zum Vorjahr (Q1'14: 1089,9) gefallen.

Quelle: World Gold Council

Schmucknachfrage

Die weltweite Nachfrage nach Schmuck betrug im ersten Quartal 2015 insgesamt 600,8 Tonnen und ist damit um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Q1'14: 620,2) gefallen.

Industrienachfrage

Die Nachfrage des Technologiesektors belief sich im ersten Quartal 2015 auf 80,4 Tonnen und fiel, verglichen mit den 81,9 Tonnen im ersten Quartal 2014, um zwei Prozent.

Goldbarren- und Münznachfrage

Die Nachfrage nach Goldbarren und -münzen ist im ersten Quartal 2015 gesunken – auf 253,1 Tonnen. Ein Minus von zehn Prozent im Vergleich zu 2014 (Q1: 281,5).

EFTs und ähnliche Produkte

Die Nachfrage bei den Gold-EFTs betrug im ersten Quartal 2015 25,7 Tonnen. Im ersten Quartal des Vorjahres wurden noch Abflüsse in Höhe von 13,5 Tonnen verzeichnet.

Notenbanken

Die Nettoeinkäufe von Zentralbanken betrugen im ersten Quartal 2015 119,4 Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr blieb der Wert damit nahezu gleich (Q1'14: 119,8).

Investment gesamt

Die Goldnachfrage im Investment belief sich im ersten Quartal 2015 auf 278,8 Tonnen. Das ist eine Steigerung von vier Prozent, im Vorjahresquartal waren es 268 Tonnen.

Auch vom Terminmarkt kam Händlern zufolge Druck: Die Gold-Futures verloren bis zu 1,7 Prozent. Der Preis für Palladium fiel um bis zu 2,9 Prozent auf 877,50 Euro. Händler sprachen von einer technischen Reaktion, nachdem der Preis am Vortag auf ein 13-1/2-Jahres-Hoch geschnellt war.

Viele Anleger fürchteten, dass der Ukraine-Konflikt die Versorgung durch den wichtigsten Produzenten – nämlich Russland – gefährden könnte. Palladium wird für den Bau von Katalysatoren in Autos verwendet.

Von

rtr

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