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30.09.2013

18:03 Uhr

Anleger verunsichert

US-Etatstreit drückt Rohstoffpreise

Öl- und Goldpreise fallen zum Wochenbeginn. Der US-Haushaltsstreit belastet eine weltweite Wirtschaftserholung. Doch die USA sind nicht der alleinige Auslöser für fallende Preise.

Dunkle Wolken ziehen sich über Washington zusammen. Eine Einigung im US-Haushaltstreit ist nicht in Sicht. ap

Dunkle Wolken ziehen sich über Washington zusammen. Eine Einigung im US-Haushaltstreit ist nicht in Sicht.

FrankfurtDer Ölpreis hat am Montagnachmittag im Minus gelegen. Der November-Kontrakt für die US-Sorte WTI gab um 1,3 Prozent auf 101,58 Dollar je Barrel nach. Öl der in Europa gängigen Sorte Brent wurde mit 107,74 Dollar je Barrel 0,8 Prozent niedriger gehandelt.

Die Verluste resultierten aus der anhaltenden Besorgnis über einen möglichen Stillstand der öffentlichen Verwaltung in den USA, da eine Einigung im Haushaltsstreit bislang nicht in Sicht ist. „Die Lahmlegung der US-Verwaltung könnte die weltweite Wirtschaftserholung beeinträchtigen und die Ölpreise nochmal belasten“, sagte Gordon Kwan, Leiter des Research für den Bereich Öl und Gas bei Nomura Holdings Inc. in Hongkong.

Auch die Entspannung im Syrienkonflikt belastete die Rohstoff-Preise, nachdem sich die fünf permanenten Mitglieder des UN-Sicherheitsrats auf eine Resolution zur Vernichtung der syrischen Chemiewaffen geeinigt hatten. Zudem hatten US-Präsident Barack Obama und der iranische Präsident Hassan Rouhani am 27. September über das Nuklearprogramm des Iran gesprochen, was als Zeichen einer ersten Annäherung gewertet wird.

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Der Goldpreis sank am Kassamarkt nach anfänglichen Gewinnen um 0,6 Prozent auf 1328,74 Dollar je Unze. Hatte das Edelmetall zunächst noch von seinem Status als sicherer Hafen angesichts des Haushaltsstreits in den USA profitiert, kam es nach dem Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago, der am Nachmittag mitgeteilt worden war, ins Trudeln. Mit 55,7 Punkten wurde die Bloomberg-Prognose von 54,0 übertroffen und ein anhaltendes Wirtschaftswachstum signalisiert. Die US-Notenbank hat eine Verringerung der monatlichen Anleihekäufe von der Wirtschaftsentwicklung abhängig gemacht. Die quantitativen Maßnahmen gelten als Inflationstreiber und stützen daher Gold.

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