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17.08.2011

12:51 Uhr

Aufwertung des Yuan

China will Währung stärken

China will die Rolle des Yuan als globale Währung stärken. Ausländische Investoren sollen bald mit der Landeswährung Wertpapiere in China kaufen können. Das Land will Firmen ermuntern, nicht nur auf den Dollar zu setzen.

Der chinesische Vize-Ministerpräsident Li Keqiang. Quelle: dapd

Der chinesische Vize-Ministerpräsident Li Keqiang.

HongkongChina will mit einer neuen Offensive die Rolle des Yuan im internationalen Zahlungsverkehr stärken und dadurch seine Abhängigkeit vom Dollar reduzieren. Hierzu wird die Regierung in Peking ausländischen Investoren schon bald erlauben, mit der Landeswährung in China Wertpapiere im Wert von bis zu 20 Milliarden Yuan (2,2 Milliarden Euro) zu kaufen, wie Vize-Ministerpräsident Li Keqiang bei einem Besuch in Hongkong erklärte. Zudem will China die Bedeutung Hongkongs als einziges Yuan-Handelszentrum außerhalb des chinesischen Festlands stärken.

Li hielt sich gemeinsam mit Notenbankchef Zhou Xiaochuan in Hongkong auf, weil das Land dort die bislang größte Offshore-Anleihe in Yuan verkaufte. Auch Firmen vom chinesischen Festland dürfen den Plänen zufolge schon bald Yuan-Anleihen in Hongkong auflegen - dies könnte der Bedeutung des Yuan nach Ansicht von Finanzexperten einen weiteren großen Schub geben. Bislang haben Investoren in Hongkong nämlich nur sehr begrenzte Möglichkeiten, um ihre Yuan-Bestände profitabel anzulegen. „Mit der Verfügbarkeit von weiteren Investitions-Möglichkeiten werden Firmen und Sparer in Hongkong den Yuan in Zukunft bereitwilliger nutzen und halten“, erklärte Chen Yong von Huatai United Securities in Schanghai.

China will die Firmen langfristig dazu bringen, im internationalen Handel nicht nur auf den Dollar zu setzen. Hierbei fungiert Hongkong als Handelsplatz außerhalb des chinesischen Festlandes mit großem Erfolg als Testlabor: In weniger als zwei Jahren haben sich dort die Einlagen in Yuan mehr als versiebenfacht. Viele Yuan-Anleger geben sich bislang mit mageren Renditen zufrieden, weil sie auf eine weitere Aufwertung der chinesischen Währung setzen.

Von

rtr

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