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20.01.2004

10:19 Uhr

Aus den USA kommen neue Impulse

Euro erholt sich von den Kurseinbußen

Die europäische Gemeinschaftswährung erholt sich langsam von ihrer Schwächephase gegenüber dem Dollar. Ungewiss ist Marktteilnehmern zufolge, ob damit die Korrekturphase beendet ist.

HB FRANKFURT. „Die Gewinne des Euro am Dienstag sind vor allem technisch bedingt“, stellte ein Händler in Norddeutschland fest. „Dass die Korrektur damit abgeschlossen ist, steht nicht fest, theoretisch hat der Euro Luft bis rund 1,21 Dollar.“ Carsten Fritsch von der Commerzbank sagte dagegen: „Der Euro hat offensichtlich seinen Boden am Montag gefunden und nimmt jetzt seinen Aufwärtstrend wieder auf.“

Am Vormittag notierte die europäische Währung mit 1,2450 Dollar nach rund 1,2350 Dollar zum Handelsschluss am Vorabend. Damit lag der Euro zwar rund einen US-Cent über seinem Montagsniveau, aber noch deutlich unter seinem zu Beginn der vergangenen Woche erreichten Rekordhoch von knapp 1,29 Dollar.

Gespannt warten Marktteilnehmer auf neue Impulse von den US-Märkten, die am Montag wegen eines Feiertages geschlossen geblieben waren. Sollte der Euro nun wieder Fahrt aufnehmen, kann er nach Einschätzung von Händlern langfristig auf Notierungen von bis zu 1,35 Dollar klettern. „Allerdings wird der Anstieg nicht mehr so schnell vorankommen wie in den vergangenen Monaten“, prognostizierte Fritsch. „Zentralbanken und Politiker werden dem Euro auf dem Weg nach oben verstärkt Knüppel zwischen die Beine legen.“

In einer gemeinsamen Erklärung hatten sich am Montagabend die Europäische Zentralbank (EZB) und die Finanzminister der Euro-Zone besorgt über die starken Schwankungen des Euro-Kurses geäußert.“In der gegenwärtigen Situation betonen wir besonders Stabilität und sind besorgt über übertriebene Wechselkursbewegungen“, hieß es in der Erklärung der informellen Euro-Gruppe. Die langfristige Strategie habe sich nicht geändert. „Der Euro muss mittel- und langfristig seinen Wert im Einklang mit den wirtschaftlichen Fundamentaldaten halten.“ Die Gemeinschaftswährung hatte im vergangenen Jahr zum Dollar rund 20 Prozent an Wert gewonnen. Damit verteuerten sich europäische Export-Produkte.

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