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07.03.2006

10:24 Uhr

Ausweitung der Handelsspannen

China will Yuan weiter flexibilisieren

China könnte nach den Worten von Notenbankgouverneur Zhou Xiaochuan die Handelsspanne der Landeswährung Yuan zum US-Dollar in Zukunft erweitern. Gegenwärtig sei das Limit aber ausreichend, sagte der Gouverneur der People’s Bank of China am Sonntag am Rande der Jahrestagung des Nationalen Volkskongresses.

noh FRANKFURT. Zhou wies darauf hin, dass der chinesische Regierungschef Wen Jiabao im Arbeitsbericht angekündigt habe, dass das Wechselkurssystem weiter verbessert werden solle.

Die täglich zulässige Handelsspanne des US-Dollars gegenüber dem Yuan liegt gegenwärtig bei plus/minus 0,3 Prozent zum amtlich festgestellten Kurs des Vortags. Sie gilt, seit China im August 2005 die feste Wechselkursbindung an den Dollar aufgab, wird aber bisher bei weitem nicht ausgeschöpft. Daher werteten Analysten Zhous Ankündigung als eine Absichtserklärung mit allenfalls langfristiger Relevanz.

Seit der Wechselkursfreigabe, die mit einer Aufwertung des Yuans um 2,3 Prozent einherging, hat die chinesische Währung in gut einem halben Jahr schleichend nur um knapp ein Prozent weiter aufgewertet. In den vergangenen Wochen war das Aufwertungstempo allerdings etwas gestiegen. Am Montag ging der Yuan minimal fester mit 8,0365 aus dem Handel.

Die US-Regierung übt derzeit wieder verstärkt Druck auf China aus, den Wechselkurs, den sie für künstlich unterbewertet hält, zu flexibilisieren.

Chinas Währungsbehörde schreitet bei der Flexibilisierung des Wechselkurses sehr vorsichtig voran, um Banken und Unternehmen Zeit zu geben, sich an das neue Regime zu gewöhnen, sich abzusichern und die dafür nötigen Instrumente zu entwickeln.

Die Bankaufsichtsbehörde drängte gestern in einer Erklärung auf ihrer Internetseite die Banken, das Management von Währungsrisiken zu verbessern, ihre offenen Positionen genauer zu berechnen und die Bewertung des Counterparty-Risikos zu verbessern. Auch sollten sie mehr und bessere Risikomanager anstellen.

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