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05.11.2012

16:10 Uhr

Banknoten

Euro-Scheine sollen sicherer werden

Schon im kommenden Jahr wird die Europäische Zentralbank voraussichtlich neue Euro-Scheine in Umlauf bringen. Los geht es mit den 5-Euro-Noten. Eine veränderte Optik wird dabei jedoch nicht im Mittelpunkt stehen.

Eine Makroaufnahme zeigt die Sicherheitsmerkmale auf einer echten 5-Euro-Banknote. dpa

Eine Makroaufnahme zeigt die Sicherheitsmerkmale auf einer echten 5-Euro-Banknote.

FrankfurtDer Euro ist sicher. Zwar wird in Zeiten der Schuldenkrise immer wieder am Fortbestand der gemeinsamen Währung gezweifelt - die Sicherheit der Münzen und Noten ist jedoch über fast jeden Zweifel erhaben: „Rein rechnerisch kommt jeder Bürger in Deutschland nur einmal in 2000 Jahren mit Falschgeld in Berührung“, rechnet Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele vor. Doch Europas Währungshüter wollen sich nicht auf diesen Lorbeeren ausruhen.

Seit Jahren arbeiten Experten in den Zentralbanken fieberhaft daran, die Geldnoten besser zu schützen und Fälscherbanden das Leben so schwer wie möglich zu machen. Doch das Unterfangen erwies sich schnell als sehr kompliziert, am einst angestrebten Termin 2010 gab es schon Jahre im Voraus Zweifel. Zumal auch Kriminelle dazulernen und ihre Blüten mit immer ausgefeilterer Technik herstellen.

So erkennen Sie falsche Banknoten

Fühlbare Schrift

Auf der Vorderseite der Geldscheine sind erhabene Teile des Druckbildes zu fühlen (Schriftzug „BCE ECB EZB EKT EKP“ am oberen Rand).

Wasserzeichen

Hält man den Geldschein gegen das Licht, ist im unbedruckten Bereich ein Wasserzeichen zu erkennen.

Hologramme

Beim Kippen der Banknote verändern sich die Hologrammelemente.

Glanzstreifen

Auf der Rückseite der Banknote befindet sich ein Perlglanzstreifen mit dem Wert des Geldscheins (Scheine bis 20 Euro) oder die rechte Wertzahl wechselt beim Kippen der Noten die Farbe (Scheine ab 50 Euro).

Vergleichen

Wer unsicher ist, ob eine Banknote echt ist, sollte sie mit einem anderen Geldschein vergleichen, etwa einem, der von einem Geldausgabeautomaten ausgezahlt wurde.

Nun soll es endlich so weit sein. An diesem Donnerstag (8.11.) könnte EZB-Präsident Mario Draghi einen Zeitplan zur Einführung neuer Banknoten vorlegen, spekulieren Medien. Im Frankfurter Euro-Tower heißt es dazu: „Wir arbeiten seit längerem an neuen Banknoten und werden bald Näheres dazu berichten.“ Thiele hatte im Sommer angekündigt: „Vorarbeiten zu neuen Banknotenserien laufen, aber es gibt noch keinen Termin für die Einführung neuer Euro-Scheine“.

Diese Scheine werden häufig gefälscht

5-Euro-Schein

Im Jahr 2011 wurden 316 falsche 5-Euro-Scheine entdeckt (1 Prozent der falschen Banknoten).

10-Euro-Schein

774 falsche 10-Euro-Scheine wurden 2011 entdeckt (2 Prozent der falschen Banknoten).

20-Euro-Scheine

Im Jahr 2011 wurden 14.108 falsche 20-Euro-Scheine entdeckt (36 Prozent der falschen Banknoten).

50-Euro-Scheine

50-Euro-Scheine werde am häufigsten gefälscht: 2011 wurden 16.587 falsche 50-Euro-Scheine entdeckt (42 Prozent der falschen Banknoten).

100-Euro-Scheine

Im Jahr 2011 wurden 5.364 falsche 100-Euro-Scheine entdeckt (14 Prozent der falschen Banknoten).

200-Euro-Scheine

1.752 falsche 200-Euro-Scheine wurden 2011 registriert (4 Prozent der falschen Banknoten).

500-Euro-Scheine

500-Euro-Scheine sind bei Fälschern nicht beliebt. Im Jahr 2011 wurden nur 155 falsche 500-Euro-Scheine entdeckt (unter 1 Prozent der falschen Banknoten).

Die zweite Generation der Scheine soll sicherer werden, aber das Aussehen ihrer 2002 eingeführten Vorgänger weitgehend beibehalten. Die Stückelung von 5- bis 500-Euro-Noten gilt auch weiterhin, Farben und Motive ändern sich nicht: Der Fünfer bleibt grau und erinnert an die griechische und römische Antike, als Symbol für die Wurzeln Europas; der Zwanziger bleibt blau und zeigt auf der Vorderseite ein Fenster und auf der Rückseite eine Brücke, beides im gotischen Stil.

Kommentare (17)

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Inflationsunion

05.11.2012, 11:53 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

ratlos

05.11.2012, 11:53 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Tabu

05.11.2012, 11:58 Uhr

Falsches Geld druckt die EZB.

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