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26.08.2011

00:00 Uhr

Barren oder Münzen?

Mehr Gold für's Geld

VonIngo Narat

Die Lage auf dem Goldmarkt hat sich entspannt. Wer Gold kaufen will, bekommt auch wieder welches. Die Frage ist nur, was ist besser: Barren oder Münzen? Antwort: Weniger muss nicht immer mehr sein.

Münzen oder Barren? Das ist hier die Frage. dpa

Münzen oder Barren? Das ist hier die Frage.

FrankfurtKunden atmen auf. Goldhändler können die gewünschten Objekte der Begierde wieder zügig über den Tresen reichen. Goldbarren oder Goldmünzen, es ist alles verfügbar. Dafür hat die scharfe Preiskorrektur der vergangenen Tage gesorgt. „Entweder haben wir die Ware im Lager, oder wir können sie sehr kurzfristig bei den Produzenten bestellen“, sagt Robert Hartmann, Gründer des großen Handelshauses Pro Aurum.

Als der Goldpreis auf Allzeithoch notierte - Anfang September kostete eine Feinunze 1900 Dollar - war die Vorratslage wegen der starken Preisgewinne noch angespannt. Besonders die Lage bei Goldbarren mit Gewichten von 100, 250, 500 und 1000 Gramm war angespannt. Nach Beobachtung von Händlern wichen die Käufer in dieser Zeit auf Barren mit geringerem Gewicht von 50 Unzen oder einer Unze aus. Betroffen war auch die beliebteste Goldmünze, der südafrikanische Krügerrand, in der typischen Ein-Unzen-Variante.

Die Goldreserven der Staaten

USA

Goldschatz: 8.133,5 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 75,7 Prozent

Stand: Januar 2014

Deutschland

Goldschatz: 3.387,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 72,8 Prozent

Internationaler Währungsfonds (IWF)

Goldschatz: 2.814 Tonnen

Italien

Goldschatz: 2.451,8 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 72,1 Prozent

Frankreich

Goldschatz: 2.435,4 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 70,5 Prozent

China

Goldschatz: 1.054,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 1,7 Prozent

Schweiz

Goldschatz: 1.040,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 10,6 Prozent

Russland

Goldschatz: 1.015,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 9,5 Prozent

Japan

Goldschatz: 765,2 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 3,2 Prozent

Niederlande

Goldschatz: 612,5 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 59,7 Prozent

Indien

Goldschatz: 557,7 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 9,9 Prozent

Türkei

Goldschatz: 506,3 Tonnen

Europäische Zentralbank (EZB)

Goldschatz: 502,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 32,9 Prozent

Seit dem Hoch ist der Goldpreis deutlich gefallen. Für eine Feinunze müssen Anleger heute 1763 Dollar bezahlen. Gold ist nicht nur billiger geworden, es gibt nun auch wieder mehr Münzen und Barren im Handel. „Nach der aktuellen Korrektur erwarten wir aber, dass wir zu den tieferen Preisen wieder mehr Käufer sehen“, ergänzt Hartmann.

Beim Goldkauf steht jeder Anleger vor der Frage: Barren oder Münzen? Barren eignen sich für größere Anlagebeträge. Der Kilobarren kostet jetzt rund 39.000 Euro, der 100-Gramm-Barren etwa 3900 Euro. Bei diesen großen Stückelungen gibt es das meiste Gold für das Geld, denn die fixen Herstellungskosten fallen weniger ins Gewicht.

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