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23.03.2006

17:35 Uhr

Binnen Jahresfrist

Experten erwarten zwei Zinserhöhungen von EZB und Fed

Die Notenbanken der USA und des Euro-Raums werden binnen Jahresfrist die Leitzinsen nach Prognosen von Rentenanalysten zwei Mal um jeweils 25 Basispunkte anheben.

HB LONDON. Wie eine am Donnerstag veröffentlichte Reuters-Umfrage unter 35 Anleiheexperten ergab, wird die US-Notenbank Federal Reserve nach dem erwarteten Zinsschritt in der kommenden Woche nur noch einmal die Bankenrefinanzierung verteuern. Der Schlüsselzins von derzeit 4,50 Prozent wird damit im ersten Quartal 2007 den Höchststand mit 5,00 Prozent erreichen. Die Europäische Zentralbank wird nach den Erwartungen der Analysten den Leitzins von 2,50 Prozent bis Juni auf 2,75 Prozent anheben und im dritten Quartal dieses Jahres einen weiteren Zinsschritt auf 3,00 Prozent vornehmen.

Am Euro-Geldmarkt wird einer EZB-Zinserhöhung schon im Mai eine Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent beigemessen. Volkswirte bezweifelten das allerdings. „Wenn sie im Mai erhöhen, wäre dass eine Botschaft, dass sie die Geldpolitik schneller straffen wollen - ich bin nicht überzeugt, dass sie dieses Signal geben wollen“, sagte etwa Rainer Guntermann, Analyst von Dresdner Kleinwort Wasserstein. Das Wachstum im Euro-Raum sei noch immer zu exportlastig. Eine Abkühlung der US-Konjunktur könne den Aufschwung in Europa ausbremsen.

In Großbritannien, wo die Konjunktur schon wieder auf einen Abwärtstrend eingeschwenkt war, wird die Notenbank nach Prognosen der Analysten die Zinsen noch bis zum nächsten Jahr unverändert bei 4,50 Prozent lassen. Fast die Hälfte der Befragten hält jedoch eine geldpolitische Lockerung für möglich.

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