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01.08.2015

02:26 Uhr

Bitcoin-Plattform

MtGox-Chef in Japan festgenommen

Anfang 2014 wurde die japanische Wechsel-Börse für die virtuelle Währung MtGox abgewickelt - zuvor waren Bitcoins im dreistelligen Millionenwert verschwunden. Nun wurde der Chef der Plattform in Japan festgenommen.

Die digitale Währung kann nicht in Koffern oder unter Kopfkissen wieder auftauchen – die Münzen sind nichts mehr wert. AFP

Die digitale Währung kann nicht in Koffern oder unter Kopfkissen wieder auftauchen – die Münzen sind nichts mehr wert.

TokioDie japanische Polizei hat Medienberichten zufolge am Samstag den Chef der in Turbulenzen geratenen Bitcoin-Plattform MtGox festgenommen. Wie die Nachrichtenagentur Kyodo und der Sender NHK berichteten, wird Mark Karpeles vorgeworfen, sich Zugang zum Computersystem der Börse verschafft und Abrechnungsdaten gefälscht zu haben. MtGox hatte im Februar vergangenen Jahres den Tausch von Bitcoins in reale Währungen ausgesetzt, kurze Zeit später verschwand die Handelsplattform dann aus dem Internet.

Das Unternehmen begründete den Stopp mit einem Softwarefehler. Karpeles sagte damals wenige Wochen nach dem Verschwinden der Börse aus dem Internet, dass MtGox deshalb Opfer von Hackerangriffen geworden sei. Zudem hieß es, dass Bitcoins im dreistelligen Millionenwert verschwunden seien.

Ende der Bitcoin-Börse: Abwicklung von MtGox beschlossen

Ende der Bitcoin-Börse

Abwicklung von MtGox beschlossen

Allein 750.000 Bitcoins von Kunden waren der japanischen Wechsel-Börse für die virtuelle Währung, MtGox, abhanden gekommen. Nun ordnete ein Gericht deren Abwicklung an. Eine Gläubigerversammlung ist im Juli geplant.

Die virtuelle Währung war im Jahr 2009 als Antwort auf die Finanzkrise erfunden worden. Geschaffen hat sie ein unbekannter Programmierer, der eine von Staaten, Zentralbanken und anderen Finanzinstituten unabhängige Währung wollte. Das virtuelle Geld wird durch komplexe Verfahren berechnet, der Wechselkurs zu echten Währungen schwankt stark.

Von

afp

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