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19.07.2013

10:45 Uhr

Bundesbank

Deutlich mehr Euro-Blüten sichergestellt

Die Falschgeldzahlen in Europa steigen. Selbst vor dem neuen Fünfer machen Kriminelle nicht Halt. Währungshüter sehen keinen Grund zur Sorge: Relativ gesehen ist die Zahl der Blüten weiterhin gering.

Die gefälschten 20- und 50-Euro-Scheine machen zusammen 80 Prozent der falschen Banknoten aus. dpa

Die gefälschten 20- und 50-Euro-Scheine machen zusammen 80 Prozent der falschen Banknoten aus.

FrankfurtGeldfälscher haben im ersten Halbjahr 2013 deutlich mehr Euro-Blüten in Umlauf gebracht als im Vorjahr. 317 000 gefälschte Euro-Banknoten wurden weltweit sichergestellt, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag in Frankfurt mitteilte. Das ist der höchste Wert in einem Halbjahr seit Ende 2010 (364 000).

EZB und Bundesbank betonten jedoch, es sei nach wie vor sehr unwahrscheinlich, einen falschen Geldschein untergejubelt zu bekommen. In Deutschland entfielen im ersten Halbjahr rechnerisch rund 5 falsche Banknoten auf 10 000 Einwohner. Europaweit lag dieser Wert bei 19. Die Mehrzahl der Fälschungen wurden nach EZB-Angaben in Ländern des Eurogebiets entdeckt (98,5 Prozent).

So erkennen Sie falsche Banknoten

Fühlbare Schrift

Auf der Vorderseite der Geldscheine sind erhabene Teile des Druckbildes zu fühlen (Schriftzug „BCE ECB EZB EKT EKP“ am oberen Rand).

Wasserzeichen

Hält man den Geldschein gegen das Licht, ist im unbedruckten Bereich ein Wasserzeichen zu erkennen.

Hologramme

Beim Kippen der Banknote verändern sich die Hologrammelemente.

Glanzstreifen

Auf der Rückseite der Banknote befindet sich ein Perlglanzstreifen mit dem Wert des Geldscheins (Scheine bis 20 Euro) oder die rechte Wertzahl wechselt beim Kippen der Noten die Farbe (Scheine ab 50 Euro).

Vergleichen

Wer unsicher ist, ob eine Banknote echt ist, sollte sie mit einem anderen Geldschein vergleichen, etwa einem, der von einem Geldausgabeautomaten ausgezahlt wurde.

In Deutschland zogen Polizei, Handel und Banken nach Angaben der Bundesbank in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres 19 472 gefälschte Euro-Banknoten aus dem Verkehr. Das waren deutlich weniger als in den vorangegangenen sechs Monaten (22 532), aber etwas mehr als vor Jahresfrist (18 975). Die weltweiten Zahlen lagen um 26,3 Prozent über denen des ersten Halbjahres 2012 (251 000) und um 13,2 Prozent über denen der zweiten Jahreshälfte 2012 (280 000).

Kriminelle richteten im ersten Halbjahr 2013 mit Falschgeld einen Gesamtschaden von 16 Millionen Euro an. In Deutschland blieb der Schaden durch Falschnoten mit etwa 1,1 Millionen Euro im Grunde unverändert. „Die Schadenshöhe ist seit 2011 stabil“, erklärte Helmut Rittgen, Leiter des Zentralbereichs Bargeld bei der Deutschen Bundesbank.

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

19.07.2013, 12:20 Uhr

"Währungshüter sehen keinen Grund zur Sorge: Relativ gesehen ist die Zahl der Blüten weiterhin gering."

Ist doch klar. Soviel Geld wie die Notenbanken zur Rettung des EURO gerade nachdrucken, kann doch kein Fälscher toppen. Wie wär's, schafft umgehend den EURO ab, dann könnt ihr sie alle foppen. Als Nebenwirkung könnte sogar ein Ende der europäischen, politisch aufrecht erhaltenen Krise dabei herausspringen.

Account gelöscht!

19.07.2013, 13:50 Uhr

ja, mir ist auch egal, wer den Schein hergestellt hat oder ob das 2 Euro Stück ein 500 Baht Stück aus Thailand ist. Fällt niemandem auf, da Geld nichts Reales mehr ist...

Numismatiker

19.07.2013, 15:07 Uhr

"Kriminelle richteten im ersten Halbjahr 2013 mit Falschgeld einen Gesamtschaden von 16 Millionen Euro an."

Verglichen mit der wundersamen Billionenvermehrung durch die EZB ist das ein richtiger Kleinkram.

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