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07.10.2015

10:58 Uhr

Bundesbank und Gold

Wo die Schätze der Notenbanker lagern

Die Bundesbank setzt bei der Verlagerung des deutschen Goldes in heimische Tresore auf volle Transparenz. Erstmals veröffentlichte die Notenbank eine umfassende Liste über ihre Goldbarrenbestände.

Goldbarren der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main: Jeder Barren ist mit einer Nummer versehen. dpa

Bundesbank - Gold

Goldbarren der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main: Jeder Barren ist mit einer Nummer versehen.

Die Bundesbank hat auf mehr als 2300 Seiten jeden einzelnen Goldbarren mit der jeweiligen Lagerstätte verzeichnet. Die Liste soll künftig einmal jährlich aktualisiert werden.

Die nun veröffentlichten Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2014. Wie bereits bekannt, lagerte Ende Dezember ein Drittel (35 Prozent) der 3384 Tonnen Bundesbank-Gold in Frankfurt. 43 Prozent der Barren befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch in Tresoren in New York, 13 Prozent in London und 9 Prozent in Paris. Hier geht es zur ausführlichen Liste.

Die Goldbarren der Bundesbank – und wo sie liegen

Frankfurt

Lagerort: Deutsche Bundesbank

Anzahl der Barren: 95.364

Gewicht: 1.200 Tonnen

London

Lagerort: Bank of England

Anzahl der Barren: 35.066

Gewicht: 439 Tonnen

New York

Lagerort: Federal Reserve Bank of New York

Anzahl der Barren: 115.431

Gewicht: 1450 Tonnen

Paris

Lagerort: Banque de France

Anzahl der Barren: 24.455

Gewicht: 308 Tonnen

Quelle

Deutsche Bundesbank. Stand: 31.12.2014 (veröffentlicht am 7.10.2015)

Bis spätestens 2020 will die Bundesbank mehr als die Hälfte ihrer Goldreserven in heimischen Tresoren aufbewahren. Schrittweise sollen 300 Tonnen des Edelmetalls aus New York und die gesamten 374 Tonnen aus Paris nach Frankfurt überführt werden. Im vergangenen Jahr wurden 120 Tonnen aus ausländischen Lagerstellen nach Frankfurt gebracht.

Dass deutsches Gold in den Tresoren von Fed, Banque de France und Bank of England lagert, ist historisch gewachsen: Das Edelmetall ging vor allem in den 1950er und 1960er Jahren als Bezahlung hoher deutscher Außenhandelsüberschüsse in den Besitz der Bundesbank über. 2012 war in Deutschland eine öffentliche Debatte über die Sicherheit des Milliardenschatzes - aktueller Wert rund 114 Milliarden Euro (Stand August 2015) - im Ausland entbrannt. Der Bundesrechnungshof forderte eine genaue Bestandsaufnahme und regelmäßige Kontrollen.

Von

dpa

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