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13.01.2014

18:05 Uhr

Bundesbank-Vizepräsidentin

Lautenschläger warnt vor Niedrigzinsphase

Die Vizepräsidentin der Bundesbank, Sabine Lautenschläger, hat vor dem derzeitigen Niedrigzinsniveau bei Leitzinsen gewarnt. Auf den ersten Blick seien die Zinssenkungen verlockend, bieten jedoch langfristige Risiken.

Die Vizepräsidentin der Bundesbank, Sabine Lautenschläger, hat vor den Nebenwirkungen einer zu langen Niedrigzinsphase gewarnt. Reuters

Die Vizepräsidentin der Bundesbank, Sabine Lautenschläger, hat vor den Nebenwirkungen einer zu langen Niedrigzinsphase gewarnt.

Straßburg/FrankfurtDie für das EZB-Direktorium nominierte Bundesbank-Vizepräsidentin Sabine Lautenschläger hat davor gewarnt, die Leitzinsen zu lange auf dem gegenwärtigen extrem niedrigen Niveau zu lassen. „Niedrige Zinsen stimulieren zwar die Konjunktur, sind aber langfristig nicht ohne Risiken“, schrieb sie in einer Antwort auf Fragen des Europäischen Parlaments im Zusammenhang mit ihrem Berufungsverfahren für den Posten, der Reuters vorlag.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte ihren Leitzins im November auf das Rekordtief von 0,25 Prozent gekappt. EZB-Chef Mario Draghi hat sich seitdem alle Optionen offen gelassen, auch eine weitere Leitzinssenkung ist nicht vom Tisch. Allerdings gilt die Hürde dafür als extrem hoch und der Widerstand der Bundesbank als sicher. Lautenschläger sagte, einige der Maßnahmen, die im Kampf gegen die Krise von der EZB ergriffen worden seien, müssten wegen ihrer potenziellen Nebenwirkungen „so schnell wie möglich“ beendet werden.

Die gelernte Bankenaufseherin Lautenschläger, die 2011 zur Bundesbank kam, muss sich noch am Montagabend im Wirtschafts- und Währungsausschuss des Parlaments in Straßburg den Fragen der Abgeordneten stellen. Das gesamte Parlament soll am Donnerstag über die Personalie entscheiden. Eine Zustimmung gilt als sehr wahrscheinlich. Lautenschläger soll auf Jörg Asmussen folgen, der als Staatssekretär ins Arbeits- und Sozialministerium nach Berlin gewechselt ist.

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In ihrer knapp 30 Seiten langen Antwort auf die 44 Fragen der Abgeordneten sprach sich Lautenschläger auch dafür aus, Staatsanleihen in den Bankbilanzen künftig bei der Bankenregulierung in Europa nicht mehr zu bevorzugen und als risikofreie Anlagen zu bewerten. Zur Diskussion über die Veröffentlichung von Sitzungsprotokollen des EZB-Rats sagte sie, es könne hilfreich sein, die grundlegenden Argumentationslinien der Debatten um den künftigen Kurs der Geldpolitik zu publizieren.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

13.01.2014, 18:22 Uhr

...blödes Theater ! Ich kann diese Warnerei nicht mehr hören, da sich sowieso nichts ändern wird ! Mario macht was er will, und die Politik kann sehr gut damit leben.

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