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12.06.2012

18:09 Uhr

Bundeswehrreform

Fahrplan zur Standortschließung steht

Im Zuge der Bundeswehrreform muss Schleswig-Holstein einen Standort mehr abgeben als bislang geplant. In vier weiteren Kasernen soll die Personenzahl massiv verändert werden.

Soldaten eines Panzerpionierbataillons während des Ausmarsches. dpa

Soldaten eines Panzerpionierbataillons während des Ausmarsches.

BerlinKnapp acht Monate nach der Grundsatzentscheidung zur Bundeswehrreform steht der Fahrplan für die Standortschließungen. Laut Feinplanung wird es eine weitere Kasernenschließung geben, an vier Standorten soll die Personalzahl massiv verändert werden. Das geht aus dem der Nachrichtenagentur dapd vorliegenden Papier des Verteidigungsministeriums hervor.

Im Oktober vergangenen Jahres hatte Minister Thomas de Maizière angekündigt, jeden fünften der 328 Bundeswehrstandorte in den kommenden Jahren zu schließen oder soweit auszudünnen, dass er nicht mehr als Standort gilt.

Neu auf der Streichliste ist jetzt Idstedt in Schleswig-Holstein. Hier sollten ursprünglich 20 Stellen für Teile der Luftwaffen-Informationstechnik verbleiben. Die meisten der bislang vorgesehenen Standorte werden im Zeitraum 2014 bis 2016 geschlossen, heißt es in dem Planungspapier. „Somit verbleibt ausreichend Zeit, um den Übergang zwischen Bundeswehrnutzung und ziviler Nachnutzung zu gestalten“, schreiben die Autoren.

Den neuen Planungen zufolge müssen die Standorte Koblenz (Rheinland-Pfalz) und Laupheim (Baden-Württemberg) weitere Dienstposten abgeben. Koblenz wird nunmehr um insgesamt 1.100 Stellen reduziert, ursprünglich waren dort nur 420 Stellen zur Streichung vorgesehen. Die jetzt in Laupheim gestrichenen 300 Posten sollen weitgehend dem brandenburgischen Schönewalde zugeschlagen werden, wo künftig die Luftwaffe anstelle des Heeres die Transporthubschrauber fliegen wird.

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