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14.08.2015

07:13 Uhr

China

Notenbank stoppt Talfahrt des Yuan

Chinas Zentralbank hat den Yuan am Freitag stabil gehalten, es gebe keinen Grund für eine langfristige Abwertung. Der Kurs soll sich künftig stärker am Markt orientieren. Das Land verkaufte im Juli Devisen in Rekordhöhe.

Die Talfahrt der Währung ist vorerst gestoppt. Reuters

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Die Talfahrt der Währung ist vorerst gestoppt.

PekingDie Abwertung des chinesischen Yuan ist am Freitag nach drei Tagen zu Ende gegangen. Die Zentralbank setzte den Kurs der auch Renminbi genannten Währung mit 6,3975 gegen den US-Dollar wieder etwas höher fest. Der Referenzkurs hatte am Vortag 6,4010 betragen.

Am Vortag hatten die Währungshüter beteuert, den Yuan stark halten zu wollen. Es gebe keinen Grund für eine langfristige oder bedeutende Abwertung. Eine Korrektur sei nötig gewesen, weil sich eine Kluft von rund drei Prozent zwischen dem Referenzkurs und dem Marktwert aufgetan habe.

Das Devisen-Verkaufsvolumen der Notenbank und der Geschäftsbanken lag offiziellen Angaben vom Freitag zufolge im vergangenen Monat bei netto 249,1 Milliarden Yuan (38,9 Milliarden Dollar) und damit auf dem höchsten Stand seitdem die Aufzeichnungen der Zentralbank 1998 zugänglich wurden. Im Juni hatte die Summe 93,7 Milliarden Yuan betragen. Die Steigerung der Verkäufe deutet auf starke Kapitalabflüsse hin, die den Abwertungsdruck auf die chinesische Währung erhöhen könnten.

Am Dienstag hatte die Zentralbank überraschend angekündigt, die Bestimmung des Referenzkurses zu ändern und künftig stärker am Schlusskurs des Vortages zu orientieren. Ausgehend von diesem Mittelwert lassen die Notenbanker nur Handelsschwankungen von zwei Prozent nach oben und unten zu.

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Damit wird sich der Kurs nach Darstellung der Währungshüter stärker nach dem Markt richten, was über drei Tage zu einer Abwertung führte. Während der Internationale Währungsfonds (IWF) die Entwicklung begrüßte, hagelte es auch Kritik, dass China seine Exportwirtschaft angesichts schwacher Handelsdaten mit der Abwertung unter die Arme greifen wolle. Staatsmedien sprachen von einer „Fehlinterpretation“.

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