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12.06.2015

23:56 Uhr

Chinesische Währung

IWF für Renminbi als Reservewährung

Nachdem die G7 Ende Mai ihre Bereitschaft erklärt haben, den Wunsch Chinas zu unterstützen, Reservewährung zu werden, prüft nun der IWF die Aufnahme der Währung in den Währungskorb.

Der IWF prüft, ob er die chinesische Währung Renminbi als Reservewährung einstuft. Reuters

File picture of Chinese banknotes in a vendor's cash box in Beijing

Der IWF prüft, ob er die chinesische Währung Renminbi als Reservewährung einstuft.

WashingtonDer Internationale Währungsfonds (IWF) sondiert die Möglichkeiten für eine Aufnahme des chinesischen Renminbi in den Kreis der großen Reservewährungen. Zu diesem Zweck sei ein IWF-Team in die Volksrepublik gereist, sagte ein Fonds-Vertreter am Freitag. Die gegenwärtige Zusammensetzung des IWF-Währungskorbes werde auf den Prüfstand gestellt, die dafür notwendige Detailarbeit stehe aber noch am Anfang. Der Währungskorb bildet die Basis für den Wert der IWF-Kunstwährung, den sogenannten Sonderziehungsrechten (SZR). Zurzeit enthält der Korb vier Währungen: Dollar, Euro, Yen und Pfund. Eine Aufnahme des Renminbi würde Chinas Position an den Finanzmärkten stärken und zudem Prestige bringen.

Der IWF hat China aufgefordert, in den kommenden Jahren für einen freien Wechselkurs zu sorgen. Der Renminbi ist gegenwärtig eng an den Dollar gekoppelt. Die USA als größter Aktionär des IWF und andere westliche Staaten werfen China vor, den Wechselkurs künstlich niedrig zu halten. Damit verschaffe sich das Land im Welthandel unfaire Wettbewerbsvorteile, weil es seine Produkte günstiger anbieten könne.

Von

rtr

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