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10.01.2014

10:29 Uhr

Cyber-Währung

Wie Profis in Bitcoins investieren

Sie wollen die ersten sein: Auf der Suche nach Rendite und weniger Regulierung haben Profi-Broker Bitcoins für sich entdeckt. Doch nicht alle haben mit der neuen Internetwährung Erfolg.

Früher etwas für Internetprofis, heute für Wallstreet-Broker - Bitcoins sind heute 50 Mal so viel wert wie vor einem Jahr. dpa

Früher etwas für Internetprofis, heute für Wallstreet-Broker - Bitcoins sind heute 50 Mal so viel wert wie vor einem Jahr.

New YorkJonathan Silverman ist jung. Gerade einmal 25 Jahre alt ist der Wallstreet-Broker. Noch jünger ist die Währung in die er investiert: Bitcoins. Früher kümmerte sich Silverman drei Jahre lang um börsengehandelte Fonds bei Morgan Stanley.

Als Direktor für Handel bei einer Bitcoin-Plattform ist der Broker heute Teil einer Schar von Wall-Street-Brokern, Analysten, Hedgefonds und anderen Spekulanten, die Wetten auf die neue Internetwährung abschließen.

Dass er mit seinen Wetten richtig liegt, davon ist der junge Geschäftsmann überzeugt: „Ich glaube, dass Bitcoins die erste und älteste Krypto- Währung sein werden, aber nicht die letzte”, sagt Silverman. „Sie werden zu den führenden sicheren Anlagehäfen zählen.”

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Während die Cyber-Taler lange Zeit als etwas für absolute Liebhaber galten, haben sie im vergangenen Jahr einen krassen Boom erlebt: Der Bitcoin-Kurs kletterte 2013 um das Fünfzigfache nach oben. Nun interessieren sich auch Profis für Bitcoins. Während bei Investments mit gewöhnlichem Geld immer mehr und immer strengere Regeln gelten, ist der Handel mit Bitcoins noch kaum reguliert.

Nicht alle Bitcoin-Besitzer sind auf Spekulation aus: Einige Bitcoin-Liebhaber kaufen und halten die Währung, weil sie von neuen Höchstkursen ausgehen. Andere gründen Unternehmen für den Tausch, Handel und die Aufbewahrung von Bitcoins. Und wieder andere sammeln Risikokapital aus Silicon Valley und von anderswo ein, um in andere Geschäfte zu investieren, die mit Bitcoins zu tun haben. Dabei handelt es sich überwiegend um Einzelpersonen, nicht um große Unternehmen.

„Sie sind die Vorläufer für den Rest der Wall Street”, sagt Barry Silbert, Gründer und Chef von SecondMarket, einem Broker aus New York, der einen Fonds mit virtuellen Währungen betreibt. „Sie sind von Bitcoins begeistert.”

Ins Leben gerufen wurde die virtuelle Währung 2008 von einem Programmierer unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto. Neue Bitcoins werden per Computer errechnet. Je schneller die Rechner, umso schneller die Geldschöpfung. Allerdings können maximal 21 Millionen Bitcoins geschöpft werden.

Nicholas Colas, Chef-Marktstratege des New Yorker Brokerhauses ConvergEx Group glaubt, dass besonders die Schöpfung der Bitcoins die Neugierde der Wall Street anstachelt. „Bei allen großen Religionen, Unternehmen oder Rockbands gibt es einen dramatischen Schöpfungsmythos.”

Kommentare (10)

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Wunderland

10.01.2014, 11:29 Uhr

Ich wuerde vollig verunsichert sagen - sie kaufen sie zu einem billigen Kurs und verkaufen sie zu einem hoeheren Kurs. Aber - zugegeben - ich war nie der Hellste.

jody

10.01.2014, 11:34 Uhr

HB scheint Spiegel Online und Südddeutsche im Wettlauf um die größte Political Correctness überflügeln zu wollen oder weshalb gibt es keine Kommentarfunktion zur Aushöhlung der deutschen Sozialkassen durch die EU ?

Die Leser sollen nach Auffassung des HB wohl lieber über Zocker-Bitcoins oder Sitzungen von Kaninchenzüchtervereinen kommentieren.

inquisitor

10.01.2014, 12:41 Uhr

die dummheit der menschen kennt keine grenzen.
denn gescheite menschen investieren nichts in bitcoins.
wie werden die hergestellt? durch it-rechner mit einer besonders "grossen rechnerleistung", das sogenannte mining.

nachdem ich mir mal das alles so durchgelesen habe,was da so zu finden ist, muss ich feststellen. alles nur schall und rauch. plumpe verarsche dummer it-nutzer.

wie kann man so etwas sagen, werden einige einwenden, der hat augenscheinlich nichts begriffen.

denen antworte ich, seit ihr alle zu blöde, nachrichten richtig zu lesen und erst recht richtig zu deuten?

da wurde nachrichtlich verbreitet, auf verschiedenen it-medien, dass die NSA an einem sogenannten hoch-hoch-leitungs-computer arbeitet um alle codes der welt in kürzester zeit zu knacken, um die geheimnisse anderer länder, staaten und menschen auszuforschen.

die bitcoins werden da keine ausnahme machen. welcher staat/zentralbank will schon das "sein monopol" untergraben wird.

also werden die schlauen (aber doch weiter so dummen zentralbanken) versuchen, eben mit den geheimdiensten, entweder so viele bitcoins erzeugen, dass eine inflation ausbricht und der plunder nicht mehr wert ist, als der sand in der wüste. oder aber it-mässig zerstören, was auf das selbe heraus kommt.

die werden sich ihr "privates monopol" nicht so leicht aus den fingern nehmen lassen. um denn da mitzuhalten oder gegensteuern zu können, bedarf es wieder einen rechner, der dem der NSA übertrumpft mit noch höherer rechnerleistung und wieder -vorübergehender- nichtknackbarkeit des miningcodes der bitcoins.

bis dahin die bitcoingemeinde hingekommen ist, ist der traum vorbei und da forschungs- und investmengeld alle.

resumee: es ist alles nur heisse luft.

die nichtkontrolle der geldströme und des geldes kann man nur durch bargeld -gedeckt durch gold- erreichen und eben nicht durch ungedeckten firlefans.




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