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22.01.2013

13:55 Uhr

Dank Notenbank

Optimisten ziehen Rohstoffpreise nach oben

Japan lockert seine Geldpolitik und beflügelt damit die Rohstoffmärkte. Optimisten gehen von einer steigenden Nachfrage aus und greifen insbesondere bei Kupfer und Öl zu.

Kupferrohre. Bei wachsender Wirtschaft ist der Rohstoff besonders gefragt. dpa

Kupferrohre. Bei wachsender Wirtschaft ist der Rohstoff besonders gefragt.

FrankfurtDie Hoffnung auf eine anziehende Nachfrage hat zahlreiche Rohstoffe am Dienstag verteuert. Die Nordsee-Ölsorte Brent verteuerte sich um 0,3 Prozent auf 112,03 Dollar je Barrel. Kupfer notierte 0,6 Prozent höher bei 8106,50 Dollar je Tonne.

Was Sie über Gold wissen sollten

Was ist Gold?

Gold ist ein seltenes Metall mit einem Schmelzpunkt von 1064 Grad Celsius. Der Siedepunkt liegt bei 2856 Grad. Die chemische Abkürzung für Gold ist „Au“ und stammt vom lateinischen Wort „Aurum“ ab. Es hat mehrere Eigenschaften, die es für die Menschheit über die Jahre nützlich gemacht hat. Gold leitet extrem gut. Außerdem reagiert es nicht mit Wasser oder Sauerstoff.

Wie viel Gold wurde in der Geschichte gefördert?

Nach Schätzungen wurden in der gesamten Menschheitsgeschichte bis heute um die 166.600 Tonnen Gold aus Minen geholt. Ein Großteil davon – etwa zwei Drittel – seit 1950.

Wie viel Gold gibt es noch auf der Erde?

Die letzten Zahlen der US Geological Society gingen im Januar 2011 von weltweit 51.000 Tonnen aus.

Wie viel Gold wird pro Jahr abgebaut?

In den vergangenen Jahren waren es etwa 2.500 Tonnen pro Jahr.

Wo wird weltweit am meisten Gold abgebaut?

Überall auf der Welt wird Gold gewonnen. Aber beinahe ein Drittel des Goldes wird in nur drei Ländern abgebaut. An der Spitze liegt China mit 13,1 Prozent, darauf folgen die USA und Australien mit jeweils 9,1 Prozent.

Was passiert mit dem Gold?

29 Prozent des abgebauten Goldes kommt im Investmentbereich zum Einsatz, also in Form von Münzen und Barren. Aus 59 Prozent wird Schmuck gemacht. 12 Prozent wird von der Industrie verarbeitet.

Wo sind die größten Absatzmärkte für Gold?

Mit 1059 Tonnen ist Indien der mit Abstand größte Absatzmarkt für physisches Gold (Münzen, Barren, Schmuck). Dahinter liegt China mit 770 Tonnen. Im Vergleich dazu abgeschlagen sind die USA mit 213 Tonnen und Deutschland mit 154 Tonnen.

Quelle: World Gold Council

Wer sind die größten Goldbesitzer?

Größte Goldbesitzer sind die Notenbanken. Die Vereinigten Staaten sitzen auf rund 8.100 Tonnen, gefolgt von Deutschland mit 3.400 Tonnen und dem Internationalen Währungsfonds mit 2.800 Tonnen. Die Notenbanken waren über Jahre Netto-Verkäufer. Seit dem vergangenen Jahr sind sie jedoch wieder Netto-Käufer. Das Interesse kommt vor allem aus den Schwellenländern.

Genährt werde der Optimismus von der drastischen Lockerung der japanischen Geldpolitik zur Ankurbelung der heimischen Konjunktur, sagte Rohstoff-Stratege Jeremy Friesen von der Societe Generale. "Ein stärkeres Japan ist gut für die Weltwirtschaft." Vor allem bei Industriemetallen könne mit steigenden Preisen gerechnet werden, da Japan voraussichtlich verstärkt in seine Infrastruktur investieren werde, betonte Friesen.

Von

rtr

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