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13.01.2012

10:22 Uhr

Devisen-Anlagen

Die Alternativen zum Euro

VonLaura de la Motte

Die Schuldenkrise in Europa dauert an, der Euro fällt - und Anleger suchen nach Alternativen. Welche Währungen haben Aufwertungspotenzial und wo wird derzeit investiert? Eine Analyse von sechs Devisen.

Der Dollar stellt für viele Investoren derzeit einen „sicheren Hafen“ dar. Reuters

Der Dollar stellt für viele Investoren derzeit einen „sicheren Hafen“ dar.

DüsseldorfUS-Dollar: Der Nachrichtenfluss bestimmt den Kurs

Lange Zeit konnte sich der Euro trotz der Schuldenkrise in Europa gegenüber dem US-Dollar behaupten. Doch inzwischen haben die wachsenden Refinanzierungssorgen der europäischen Staaten für erste Abflüsse aus der Euro-Zone gesorgt. Auf der Suche nach einem „sicheren Hafen“ wählen viele Investoren den US-Dollar, weil er die größte Liquidität besitzt. Je länger die europäische Krise anhält, desto mehr dürfte der Euro in den nächsten Monaten gegenüber dem Dollar verlieren. Da sind sich die Devisenexperten einig.

Umgekehrt dürften Vorschläge zur Lösung der Euro-Krise die Verluste immer wieder bremsen und für eine zumindest kurzfristige Aufwertung des Euro sorgen, schreibt Ulrich Leuchtmann, Leiter der Devisenanalyse bei der Commerzbank.

Ein Risiko für die Dollar-Aufwertung liegt zudem bei der US-Notenbank, sollte diese eine dritte Runde von Wertpapierkäufen („Quantitative Easing 3“) beschließen. „Angesichts relativ hoher US-Inflationsraten und eines sich zumindest langsam entspannenden Arbeitsmarkts dürfte QE3 mehr und mehr als geldpolitischer Fehler angesehen werden und somit den Dollar belasten“, meint Leuchtmann.

Die Analysten von HSBC weisen außerdem darauf hin, dass die Wetten auf einen weiteren Fall des Euros an den Terminmärkten mit Short-Kontrakten im Wert von 20 Milliarden US-Dollar inzwischen einen Rekordwert erreichen. Investoren legen sich darin jetzt fest, zu einem späteren Termin Euros zu einem bestimmten Kurs zu liefern. Das wiederum bedeutet: Sollten die negativen Nachrichten aus Europa abebben und der Euro aufwerten, könnten sich viele Investoren plötzlich mit dem Euro eindecken, bevor er noch teurer wird, und so den Kurs zusätzlich nach oben treiben. Bis zum Jahresende rechnen sie daher mit einem Kurs von 1,44 Dollar. Vorher aber könnte es noch einmal bergab gehen. dlm

Kommentare (2)

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Durchblicker

13.01.2012, 10:35 Uhr

Die wichtigsten Währungen werden hier einfach unterschlagen, diese sind Gold und Silber. Diese versprechen keine Zahlung weil sie selbst werthaltig sind, seit tausenden von Jahren. In diesem Jahrhundert haben sie alle Währungen geschlagen und sind in einigen Ländern steuerfrei in das jeweilige Geld zu tauschen.
Warum wird so viel gegen diese Währung geschrieben, die Banker selbst legen einen Teil ihrer Ersparnisse so sicher an?

bjarki

14.01.2012, 22:43 Uhr

Wenn zum Jahresende der Euro 1,44 zum Dollar steht, fress ich ohne Peffer und Salz täglich eine Ausgabe der Financial Times. Die Analyse ist das Papier nicht wert und einfach lächerlich. Schade dass ich nicht auch mit solchem Blödsinn viel Geld verdienen darf. Der Grund für Europas Zerfall liegt auch in solchen irrwitzigen Szenarien.

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