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02.04.2014

09:47 Uhr

Devisen

Anleger warten auf EZB, scheuen den Yen

Am Donnerstag kommt der EZB-Rat zusammen. Anleger rätseln darüber, ob die Zentralbanker ihre Geldpolitik noch weiter lockern werden. Indes werden viele Spekulanten risikofreudiger - zulasten des Yen.

Euro-Skulptur vor der Zentrale der Europäischen Zentralbank: Lockerung der Geldpolitik? dpa

Euro-Skulptur vor der Zentrale der Europäischen Zentralbank: Lockerung der Geldpolitik?

FrankfurtVor der EZB-Ratssitzung am Donnerstag ist der Euro kaum vom Fleck gekommen. Die Gemeinschaftswährung lag am Mittwoch bei 1,3807 Dollar nach 1,3792 Dollar im Schlussgeschäft vom Vortag. Anleger rätseln derzeit, ob die Währungshüter ihre Geldpolitik noch einmal lockern werden. „Während vonseiten der realwirtschaftlichen Entwicklung in der Eurozone kein Handlungsdruck für die EZB besteht, ist inflationsseitig das Bild weiterhin von niedrigen Zuwachsraten geprägt“, fasst Helaba-Analyst Ralf Umlauf in einem Kommentar zusammen.

Einige Ökonomen fürchten wegen der zuletzt geringen Teuerungsraten ein Abgleiten der Euro-Zone in eine deflationäre Spirale aus fallenden Preisen und sinkender Nachfrage. Durch Wertpapierkäufe im großen Stil könnte die EZB Experten zufolge die Geldmenge aufblähen und damit die Wirtschaft und die Teuerung ankurbeln.

Weltweite Währungsreserven

2004

Gesamt: 2,655 Billionen

US Dollar: 1,739 Billionen (65,45 %)
Britisches Pfund: 0,093 Billionen (3,50 %)
Yen: 0,114 Billionen (4,29 %)
Schweizer Franken: 0,004 Billionen (0,15 %)
Euro: 0,655 Billionen (24,67 %)

2005

Gesamt: 2,844 Billionen

US Dollar: 1,891 Billionen (66,49 %)
Britisches Pfund: 0,107 Billionen (3,76 %)
Yen: 0,113 Billionen (3,97 %)
Schweizer Franken: 0,004 Billionen (0,14 %)
Euro: 0,679 Billionen (23,87 %)

2006

Gesamt: 3,315 Billionen

US Dollar: 2,158 Billionen (65,10 %)
Britisches Pfund: 0,15 Billionen (4,52 %)
Yen: 0,115 Billionen (3,47 %)
Schweizer Franken: 0,006 Billionen (0,18 %)
Euro: 0,827 Billionen (24,95 %)

2007

Gesamt: 4,119 Billionen

US Dollar: 2,631 Billionen (63,87 %)
Britisches Pfund: 0,199 Billionen (4,83 %)
Yen: 0,131 Billionen (3,18 %)
Schweizer Franken: 0,006 Billionen (0,15 %)
Euro: 1,076 Billionen (26,12 %)

2008

Gesamt: 4,21 Billionen

US Dollar: 2,685 Billionen (63,78 %)
Britisches Pfund: 0,178 Billionen (4,23 %)
Yen: 0,146 Billionen (3,47 %)
Schweizer Franken: 0,14 Billionen (0,15 %)
Euro: 1,104 Billionen (26,22 %)

2009

Gesamt: 4,59 Billionen

US Dollar: 2,848 Billionen (62,05 %)
Britisches Pfund: 0,195 Billionen (4,25 %)
Yen: 0,133 Billionen (2,90 %)
Schweizer Franken: 0,005 Billionen (0,11 %)
Euro: 1,27 Billionen (27,67 %)

2010

Gesamt: 5,163 Billionen

US Dollar: 3,193 Billionen (61,84 %)
Britisches Pfund: 0,203 Billionen (3,93 %)
Yen: 0,189 Billionen (3,66 %)
Schweizer Franken: 0,007 Billionen (0,14 %)
Euro: 1,343 Billionen (26,01 %)

2011

Gesamt: 5,652 Billionen

US Dollar: 3,525 Billionen (62,37 %)
Britisches Pfund: 0,217 Billionen (3,84 %)
Yen: 0,204 Billionen (3,61 %)
Schweizer Franken: 0,004 Billionen (0,07 %)
Euro: 1,394 Billionen (24,66 %)

2012

Gesamt: 6,085 Billionen

US Dollar: 3,715 Billionen (61,05 %)
Britisches Pfund: 0,245 Billionen (4,03 %)
Yen: 0,248 Billionen (4,08 %)
Schweizer Franken: 0,018 Billionen (0,30 %)
Euro: 1,477 Billionen (24,27 %)

2013 (Q3)

Gesamt: 6,191 Billionen

US Dollar: 3,803 Billionen (61,43 %)
Britisches Pfund: 0,242 Billionen (3,91 %)
Yen: 0,239 Billionen (3,86 %)
Schweizer Franken: 0,017 Billionen (0,27 %)
Euro: 1,496 Billionen (24,16 %)

Der wieder erwachte Risikoappetit vieler Anleger hat dem Yen am Mittwoch zugesetzt. Der Dollar stieg in der Spitze auf 103,93 Yen, den höchsten Stand seit Ende Januar. Investoren setzen derzeit auf eine nachhaltige Erholung der Weltwirtschaft, die vor allem durch die anhaltend lockere Geldpolitik der großen Notenbanken gestützt wird. Gefragt sind daher vor allem Aktien und die US-Währung Dollar - der Yen wird dagegen gern in unsicheren Zeiten als sicherer Hafen angesteuert.

Den Aufwärtstrend des Dollar könnten derzeit nur enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA stoppen, sagte Junichi Ishikawa von IG in Tokio. Am Nachmittag stehen die Arbeitsmarktdaten aus der US-Privatwirtschaft (ADP-Bericht) an. Analysten erwarten im Schnitt für März ein Plus von 195.000 Stellen nach 139.000 Stellen im Vormonat.

Von

rtr

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