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06.01.2015

17:28 Uhr

Devisen

Auf welche Währung Sie 2015 setzen sollten

Wetten auf den Kursanstieg des Dollars gegenüber dem Euro und dem Yen haben 2014 vielen Anlegern viel Geld beschert. Damit dürfte im neuen Jahr Schluss sein. Experten raten daher zur Anlage in andere Währungen.

US-Dollar oder brasilianischer Real? Glaubt man den Experten sollten Anleger 2015 auf den Real setzen. AFP

US-Dollar oder brasilianischer Real? Glaubt man den Experten sollten Anleger 2015 auf den Real setzen.

Nachdem der US-Dollar-Index im vergangenen Jahr um 13 Prozent geklettert ist, wird er 2015 gerade mal weitere 3,5 Prozent zulegen, erwarten mehr als ein Dutzend Strategen in einer Umfrage von Bloomberg.

Für Bank of America bietet in diesem Jahr ein Kauf des Greenback gegen den australischen Dollar die besten Gewinnchancen. Goldman Sachs geht davon aus, dass der Dollar gegenüber einem Korb aus südafrikanischem Rand und ungarischem Forint zulegen wird, sowie gegenüber dem Euro – Ländern mit wirtschaftlichen Ungleichgewichten beziehungsweise niedriger Inflation.

„Der Handel wird holpriger werden, mehr im Zick-Zack verlaufen“, sagte Greg Anderson, weltweiter Leiter Devisenstrategie bei Bank of Montreal in New York im Interview mit Bloomberg News. Das Tempo der Dollar-Aufwertung, vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2014, sei „nicht nachhaltig“, fügte er an.

Der Euro im Vergleich zu anderen Währungen 2014

Dollar

-11,47 Prozent

Der Euro hat gegenüber dem Dollar deutlich an Boden verloren. Die Wirtschaft der USA brummt und hängt die Konjunktur der Euro-Zone deutlich ab.

Yen

+ 1,26 Prozent

Gegenüber dem Yen hat der Euro zugelegt. Die Bank of Japan flutet den Markt derzeit mit Geld, um die eigene Währung zu schwächen und die Wirtschaft anzukurbeln.

Pfund

- 5,77 Prozent

Brasilianischer Real

- 0,09 Prozent

Australischer Dollar

- 3,44 Prozent

Kanadischer Dollar

- 3,33 Prozent

Norwegische Krone

+ 8,94 Prozent

Schwedische Krone

+ 7,18 Prozent

Schweizer Franken

- 1,95 Prozent

Türkische Lira

- 4,2 Prozent

Rubel

+ 49,47 Prozent

Quelle: Bloomberg

BNP Paribas empfiehlt Strategien, die Schwellenländerwährungen mit höherem Zinsniveau umfassen, wie beispielsweise der Kauf des brasilianischen Real gegen den südafrikanischen Rand. Des Weiteren sieht die französische Bank Chancen beim Verkauf eines Korbs aus Yen, Euro und australischem Dollar und dem Kauf mexikanischer Peso. BNP sieht aber auch weiterhin Chancen beim Verkauf von Euro gegen Dollar und hat ein Ziel von 1,15 Dollar je Euro. Am Dienstag lag der Euro 0,3 Prozent niedriger bei 1,1900 Dollar.

Kommentare (9)

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Herr Helmut Metz

06.01.2015, 17:49 Uhr

Ich setze für 2015 auf die gleiche Währung wie Alan Greenspan - eine (Welt-)Währung, mit der es keine andere aufnehmen kann:
http://www.zerohedge.com/news/2014-11-07/greenspans-stunning-admission-gold-currency-no-fiat-currency-including-dollar-can-ma
Eine ganz klare Bank! ;-)

Herr Peter Delli

06.01.2015, 17:54 Uhr

Fraglos richtig.

Account gelöscht!

06.01.2015, 18:00 Uhr

Nullzins und QE hat - und das hält für ZIRP noch an - beständig die makroprudentiellen Bestrebungen der Regierung (zugegeben in USA waren die zwar vorhanden, aber eher schwach) konterkariert.

Aktuell ist das vor allem auch in Europa der Fall und auch in GB.

Während die Regierungsbestrebungen (diverse Gesetze zur Regulierung der Banken) auf recht einfache Weise umgangen werden können (Schattenbanken), halten die Notenbanken die Zinsen nieder, so daß über die Schattenbanken Kreditvergaben in gigantischem Umfang (vor allem China) stattfinden können.

Das kann nur böse enden - vor allem dann, wenn die Zinsen nicht endlich deutlich anziehen.

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