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14.09.2011

08:18 Uhr

Devisen

Barrosos Worte lassen Euro auf 1,3747 Dollar klettern

EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso hat angekündigt, ein Papier zur Einführung von Euro-Bonds vorzulegen. Dies verlieh der Gemeinschaftswährung am Mittwoch neuen Schwung.

Euro-Münzen fallen auf eine Europafahne. dpa

Euro-Münzen fallen auf eine Europafahne.

FrankfurtDer Euro kletterte zeitweise auf bis zu 1,3747 Dollar - nach 1,3683 Dollar im New Yorker Vortagesschluss. „Barrosos Äußerungen geben dem Markt neue Hoffnung, dass vielleicht doch noch ein Weg zur Lösung der Schuldenkrise in Sichtweite ist“, kommentierte ein Händler.

Mit Euro-Bonds könnten sich auch die höher verschuldeten Staaten in der Euro-Zone wieder am Kapitalmarkt refinanzieren. Finanziell starke Länder müssten dann aber wieder in die Tasche greifen. Vor allem Deutschland ist bislang strikt gegen diese Art von Anleihen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy wollten am Abend in einer Telefonkonferenz mit Griechenlands Regierungschef Giorgos Papandreou über das weitere Vorgehen in der Schuldenkrise beraten. „Wir gehen allerdings nicht davon aus, dass man sich auf große neue Schritte oder gar die Einführung von Euro-Bonds einigen wird - vermutlich geht es nur darum, nach den Spekulationen auf eine drohenden Staatspleite Griechenlands etwas beruhigende Worte zu streuen“, sagte HSBC-Trinkaus-Analystin Jana Meier.

Vizekanzler Philipp Rösler hatte am Wochenende erstmals offen von einer möglichen Insolvenz Griechenlands gesprochen und die Märkte damit in Aufruhr versetzt. Am Montag war der Euro mit 1,3499 Euro auf den niedrigsten Stand seit Mitte Februar zurückgefallen, auch die Aktienmärkte gingen auf Talfahrt.

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