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27.03.2012

08:43 Uhr

Devisen

Bernankes Aussagen beflügeln Euro-Kurs

US-Notenbankchef Bernanke signalisiert eine anhaltend expansive Geldpolitik der USA - und der Euro zieht deutlich an. Einige Händler vermuten hinter den Aussagen des Fed-Chefs sogar eine zusätzliche Lockerung.

Fed-Chef Ben Bernanke hat eine anhaltend expansive Geldpolitik angedeutet. Reuters

Fed-Chef Ben Bernanke hat eine anhaltend expansive Geldpolitik angedeutet.

New YorkDer Euro hat am Montag nach Äußerungen von US-Notenbankchef Ben Bernanke deutlich angezogen. Im New Yorker Handel kostete die Gemeinschaftswährung 1,3337 US-Dollar und damit rund einen Cent mehr als am Morgen. Vor den Aussagen Bernankes hatte der Euro ein Tagestief bei 1,3190 Dollar erreicht. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,3276 (Freitag: 1,3242) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7532 (0,7552) Euro.

Fed-Chef Ben Bernanke hatte mit Hinweis auf die fragile Lage am Arbeitsmarkt eine anhaltend expansive Geldpolitik signalisiert. „Einige Marktteilnehmer scheinen die Äußerungen sogar als Hinweis auf eine zusätzliche Lockerung verstanden zu haben“, begründete Devisenexperte Ralf Umlauf von der Helaba den anschließend schwachen Dollar. Händler verwiesen zudem auf den bröckelnden deutschen Widerstand gegen einen höheren Schutzwall für die Euro-Zone.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich dafür ausgesprochen, die Euro-Rettungshilfen auszuweiten - auf zeitweise bis zu 700 Milliarden Euro. Der im Juli startende dauerhafte Rettungsschirm ESM und sein Vorgänger EFSF würden demnach bis Mitte 2013 parallel so aufgespannt, dass die finanzielle Schlagkraft nicht gemindert wird.

Im europäischen Handel hatte der Euro bis zum frühen Nachmittag noch deutlich unter Druck gestanden. Und das, obwohl der ifo-Geschäftsklimaindex - Deutschlands wichtigstes Konjunkturbarometer - im März zum fünften Mal in Folge gestiegen war.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Bj@rn

27.03.2012, 09:24 Uhr

Man kann sich einen sinkenden Dollarkurs auch schönphantasieren.

Account gelöscht!

27.03.2012, 12:04 Uhr

die stabilitätsfrage des usd als auch des EUR wird sich wohl eher dadurch entscheiden, inwiefern anleiheeigentümer insbesondere in schwellenländern weiterhin von der bonität der zugrundeliegenden volkswirtschaften überzeugt sind. hört man sich in einigen dieser märkte um, gehen die überlegungen wohl eher in richtung einer eigenen reservewährung oder zumindest der schaffung eines 'currency baskets' der nicht zwangskäufig nur aus westlichen währungen bestehen muss.

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