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30.04.2014

17:30 Uhr

Devisen

Der Euro ist im Aufwind

Frische Inflationsdaten und ein schwaches US-Wachstum haben den Euro am Mittwoch beflügelt – trotz eines deutlichen Dämpfers am Morgen. Schlechte Nachrichten kamen dagegen aus den USA.

Die Konjunktur ist in den Euro-Staaten etwas zurückgegangen. dpa

Die Konjunktur ist in den Euro-Staaten etwas zurückgegangen.

Frankfurt am MainDer Euro ist am Mittwoch deutlich gestiegen. Neue Inflationsdaten und schwaches US-Wachstum sorgten für Kursauftrieb. Am Nachmittag kletterte die Gemeinschaftswährung bis auf 1,3871 US-Dollar. Am Morgen war sie noch bis auf 1,3789 Dollar abgetaucht. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3850 (Dienstag: 1,3826) Dollar fest.

Der extrem kalte Winter hat in den USA eine viel stärkere Konjunkturdelle hinterlassen als von Ökonomen erwartet. Von Januar bis März kam die weltgrößte Volkswirtschaft kaum von der Stelle. Experten gehen zwar davon aus, dass der Wirtschaftsmotor rasch wieder in Gang kommt: „Im zweiten Quartal wird das Wachstum wieder kräftig anziehen“, sagte Volkswirt Paul Ashworth vom Analysehaus Capital Economics. Trotzdem geriet der US-Dollar unter Druck.

Inflationsdaten hatten den Euro bereits am Vormittag gestützt. Im April hat die Teuerung wieder zugenommen - vor allem unter Ausklammerung der stark schwankenden Preisentwicklung von Lebensmitteln und Energie. Das nimmt Druck von der EZB, sich mit geldpolitischen Lockerungen gegen einen drohenden Preisverfall zu stemmen. Am Abend rückt die US-Notenbank in den Fokus. Die Fed dürfte ihre zur Konjunkturbelebung aufgelegten Anleihekäufe trotz des zuletzt schwachen Wachstums weiter drosseln.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,82300 (0,82220) britische Pfund, 142,07 (142,03) japanische Yen und 1,2200 (1,2200) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1288,50 (1297,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 29 550,00 (29 420,00) Euro.


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dpa

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