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28.03.2014

14:19 Uhr

Devisen

Der Euro legt zu

Trotz der Deflation in Spanien hat der Euro am Freitag wieder zugelegt. Nachdem es zuletzt Verluste hagelte, ging es zum Wochenende wieder aufwärts. Über die Geldpolitik der EZB wird weiter spekuliert.

Der Euro befindet sich im Drei-Wochen-Tief. Vor allem durch die Äußerungen von Bundesbank-Chef Jens Weidmann geriet die Gemeinschaftswährung unter Druck. Reuters, Sascha Rheker

Der Euro befindet sich im Drei-Wochen-Tief. Vor allem durch die Äußerungen von Bundesbank-Chef Jens Weidmann geriet die Gemeinschaftswährung unter Druck.

FrankfurtDer Euro ist am Freitag zeitweise stark unter Druck geraten. Bis zum späten Nachmittag konnte er seine Verluste aber mehr als wettmachen. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,3750 US-Dollar und damit etwas mehr als am Morgen. Zwischenzeitlich war der Euro bis auf 1,3705 Dollar abgesackt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3759 (Donnerstag: 1,3758) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7268 (0,7269) Euro.

Im Vormittagshandel fiel der Euro schlagartig um einen halben Cent zurück, nachdem Preisdaten aus Spanien bekanntgeworden waren. Demnach ist die viertgrößte Volkswirtschaft des Währungsraums im März in eine leichte Deflation gerutscht. Erstmals seit der weltweiten Rezession im Jahr 2009 liegt die Inflationsrate im negativen Bereich, die Preise sinken also. Die Zahlen schürten an den Finanzmärkten umgehend Spekulationen über eine zusätzliche geldpolitische Lockerung durch die EZB.

In Deutschland, der größten Volkswirtschaft im Währungsraum, schwächt sich der Preisauftrieb unterdessen immer weiter ab. Im März waren die Verbraucherpreise nur noch um 1,0 Prozent gestiegen. Nach europäischer Rechnung, die für die Geldpolitik der EZB ausschlaggebend ist, war der Anstieg mit 0,9 Prozent noch geringer. Dass der Euro dennoch zulegen konnte, erklärten Händler damit, dass nach den spanischen Zahlen geringere Raten erwartet worden seien.

Der im Euroraum ungewöhnlich schwache Preisauftrieb setzt die EZB seit Monaten unter Druck, ihre Geldpolitik weiter zu lockern. Am kommenden Donnerstag trifft sich der EZB-Rat in Frankfurt. Ob die Währungshüter auf die niedrigere Teuerung etwa mit einer abermaligen Zinssenkung reagieren werden, ist ungewiss. Ökonomen sind sich uneinig, ob der Euroraum in eine Abwärtsspirale aus sinkenden Preisen und schwachem Wachstum fallen könnte.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,82720 (0,82770) britische Pfund, 140,90 (140,75) japanische Yen und 1,2186 (1,2187) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1294,75 (1296,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 29 850,00 (29 770,00) Euro.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

28.03.2014, 10:00 Uhr

Joah son Bisschen ala Fed würde sicherlich gut tun.
Denn durch geziehlte (Anleihe)-Käufe lässt sich nunmal mit
viel mehr chirurgischer Präzision etwas an den Märkten bewegen als
nur mit einer Änderungen der Leitzinsen.

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